Für mehr Wirtschaftsdynamik
02.10.2026 FricktalZehn Fricktaler Gemeinden bündeln ihre Kräfte
Nachdem der Grosse Rat im Januar beschlossen hat, dass mehrere Gemeinden gemeinsam Förderbeiträge für die Wirtschaftsförderung in sogenannten Potenzialräumen beantragen können, haben zehn Fricktaler Gemeinden nun einen entsprechenden ...
Zehn Fricktaler Gemeinden bündeln ihre Kräfte
Nachdem der Grosse Rat im Januar beschlossen hat, dass mehrere Gemeinden gemeinsam Förderbeiträge für die Wirtschaftsförderung in sogenannten Potenzialräumen beantragen können, haben zehn Fricktaler Gemeinden nun einen entsprechenden Antrag vorbereitet.
Susanne Hörth
Mit Kaiseraugst, Rheinfelden, Möhlin, Stein, Sisseln, Münchwilen, Eiken, Frick, Kaisten und Laufenburg spannen zehn Fricktaler Gemeinden zusammen, die für wichtige Wirtschaftsstandorte im Fricktal stehen. Sie möchten die Chance für kantonale Förderbeiträge wahrnehmen. Bei der Erarbeitung des dafür notwendigen Dossiers werden sie vom Fricktal Regio Planungsverband unterstützt. Ziel sei es, die Aktivitäten in der Wirtschaftsförderung stärker zu bündeln und gemeinsam zu intensivieren, heisst es seitens Fricktal Regio. So sollen Synergien genutzt, die Zusammenarbeit gestärkt und die wirtschaftliche Entwicklung des Potenzialraums Fricktal gezielt vorangetrieben werden.
Judith Arpagaus, Leiterin der Geschäftsstelle von Fricktal Regio, verweist bei entsprechender Nachfrage zunächst auf die kantonale Ausgangslage: Der Aargau gehöre zwar zu den Standorten in der Schweiz mit sehr guten Voraussetzungen für wirtschaftliche Aktivitäten. Gleichzeitig liege die Wirtschaftskraft des Kantons aber im hinteren Drittel der Schweiz. Wenn sich der Aargau nicht immer stärker vom Wirtschafts- zum reinen Wohnkanton entwickeln soll, brauche es Gegensteuer. Genau hier setzt das Projekt «Wirtschaftsförderung in Potenzialräumen» an: Gemeindegruppen mit wirtschaftlichem Potenzial können Förderbeiträge beantragen, um ihre Wirtschaftsfördertätigkeiten auszubauen und den Wirtschaftsraum Aargau zu stärken. Für die Jahre 2028 bis 2032 stehen dafür kantonsweit jährlich 500 000 Franken zur Verfügung.
Potenzial besser nutzen
Das Fricktal wird stets als sehr wertvoller Wirtschaftsraum mit grossem Potenzial bezeichnet. Warum ist dann eine Unterstützung notwendig? Hierzu sagt Judith Arpagaus: «Das Fricktal verfügt über hervorragende wirtschaftliche Voraussetzungen. Die Stärke der Region liegt insbesondere in der Kombination aus international führenden Industrie- und Life Sciences-Unternehmen, innovativen KMU, einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung sowie verfügbaren Entwicklungsf lächen, unter anderem dem Sisslerfeld. Gleichzeitig bestehen Potenziale zur besseren Vernetzung der Unternehmen, zur Aktivierung von Wirtschaftsflächen sowie zur gezielten Unterstützung von Unternehmensentwicklungen und Ansiedlungen.» Und hier wolle die Wirtschaftsförderung des Potenzialraums Fricktal ansetzen. «Der Kanton unterstützt den Potenzialraum in dieser Aufgabe, indem er die Aufwände bis zur Hälfte trägt.»
Das Antragsdossier kann bis zum 11. Oktober beim Kanton eingereicht werden. Fricktal Regio hat die Gemeinden bei der Erstellung unterstützt. Das Dossier enthält unter anderem Aussagen zu den Standortqualitäten und zum wirtschaftlichen Potenzial des Fricktals. Zudem haben die beteiligten Gemeinden eine gemeinsame Strategie für ihre Wirtschaftsfördertätigkeiten entwickelt und konkrete Ziele für die Jahre 2028 bis 2032 definiert.
Wird der A ntrag bewilligt, beginnt 2028 der Aufbau der Wirtschaftsförderung für den Potenzialraum Fricktal. In einem ersten Schritt gehe es laut Judith Arpagaus darum, die Wirtschaftsförderung des Potenzialraums Fricktal aufzubauen. «Dazu gehört auch die personelle Besetzung der Geschäftsstelle.»
Für die zehn Gemeinden wäre dies der Startpunkt einer enger abgestimmten regionalen Wirtschaftsförderung – und ein gemeinsames Signal, die Zukunft des Fricktals aktiv zu gestalten.

