Fit machen für die Zukunft

  29.10.2026 Laufenburg

Ganzjährig nutzbarer Allwetterplatz soll auch die vollen Sporthallen entlasten

Die rund 50 Jahre alten Sportanlagen Blauen in Laufenburg müssen saniert werden. Kernstück der geplanten Erneuerung ist ein multifunktionaler Allwetterplatz auf Kunstrasenbasis. Für den Grundausbau sind insgesamt 2,7 Millionen Franken vorgesehen. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass Kaisten mitmacht.

Susanne Hörth

Schule und Vereine nutzen die Sportanlagen Blauen intensiv. Die starke Beanspruchung und das Alter haben deutliche Spuren an den gut 50-jährigen Plätzen und Bahnen hinterlassen. An der gut besuchten Infoveranstaltung am Montagabend in der Aula des Schulhauses Blauen machte der Laufenburger Stadtammann René Leuenberger denn auch klar: «Die gesamte Sportanlage muss überarbeitet werden.»

Für das Vorhaben setzt Laufenburg auf die Zusammenarbeit mit Kaisten. Die Sportplätze befinden sich auf dem Areal der Kreisschule Regio Laufenburg. Im Vereinsleben wird die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit längst aktiv gelebt. Dazu gehören Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten und der FC Laufenburg-Kaisten, die sich stark in der Nachwuchsförderung engagieren.

Ein Platz für das ganze Jahr
Im Zentrum der Erneuerung steht ein multifunktionaler Allwetterplatz auf Kunstrasenbasis. Er soll zusätzliche Trainingsmöglichkeiten schaffen und die Sporthallen entlasten, die sowohl in Laufenburg als auch in Kaisten voll ausgelastet sind. «Der Einbau eines ganzjährig benutzbaren Allwetterplatzes würde die Hallen entlasten», sagte Leuenberger. Die erfreuliche Nachwuchsförderung der Vereine brauche entsprechende Platzangebote.

Hierbei spielt die Zeit und damit die Chance auf einen namhaften Unterstützungsbeitrag eine wesentliche Rolle. Ende 2023 lancierte der Kanton Aargau ein Programm gegen die Knappheit an Kunstrasenplätzen. Damit sollen mehr Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, in einem Verein Fussball zu spielen; viele Vereine führen lange Wartelisten. Laufenburg gehört zu den elf ausgewählten Gemeinden, die aus dem Swisslos-Sportfonds einen Beitrag von bis zu 400 000 Franken erhalten können. Voraussetzung ist eine Baubewilligung bis Ende 2027.

Grundausbau für 2,7 Millionen Franken
Als erste Etappe ist der Grundausbau vorgesehen. Die veranschlagten 2,7 Millionen Franken verteilen sich auf das Hauptfeld mit Kunstrasen für 1,6 Millionen Franken, den Nebenplatz mit Naturrasen für 500 000 Franken sowie Planungen, Nebenkosten und Reserven für 600 000 Franken.

Weitere Massnahmen sind optional: eine Sanierung der Lauf- und Sprintbahn, des bestehenden Tartan-Allwetterplatzes, der Trainingsfläche Nord sowie des Multisport-Parks. Hinzu kommen Planungsarbeiten, Nebenkosten und Reserven. Alles zusammen beziffert sich auf ungefähre Kosten von 1,8 Millionen Franken. Summiert mit den Kosten der ersten Tranche ergibt sich ein Gesamtbetrag von rund 3,5 Millionen Franken. Diese Zusammenstellung basiert auf Schätzungen von plus/ minus 20 Prozent

Umsetzung nur gemeinsam mit Kaisten
Zunächst geht es um die erste Tranche, betonte Leuenberger. Der Allwetterplatz soll 2027 den beiden Gemeindeversammlungen vorgelegt werden. Leuenberger betonte dabei eine klare Voraussetzung: Realisiert werde das Vorhaben nur, wenn Kaisten mitmache. Bei der Finanzierung sind neben den beiden Gemeinden auch die Kreisschule und die Vereine angesprochen. Weitere Abklärungen zu den FC- und Tennisclubhäusern sowie den Garderoben laufen noch.

Aus der Versammlung kam die Frage, ob als Alternative für den Kunstrasen auch «normaler Rasen» geprüft worden sei. Stadtammann Leuenberger bejahte dies. Für den Kunstrasen sprächen die bessere und ganzjährige Nutzbarkeit, die Entlastung der Hallen sowie die mögliche kantonale Unterstützung von bis zu 400 000 Franken.


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