Bau- und Nutzungsänderung in der Industriezone auf den Weg gebracht
Der Neubau des Technologiezentrums auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände in Laufenburg soll 30 Meter hoch werden. Der Kanton hat die Freigabe für die öffentliche Auflage der Teiländerung erteilt. ...
Bau- und Nutzungsänderung in der Industriezone auf den Weg gebracht
Der Neubau des Technologiezentrums auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände in Laufenburg soll 30 Meter hoch werden. Der Kanton hat die Freigabe für die öffentliche Auflage der Teiländerung erteilt. Die Gemeindeversammlung soll im November über die Teilzonenänderung abstimmen.
Charlotte Fröse
Bereits im Mai stellte das Unternehmen FB Real Estate AG/ FlexBase Group die Pläne für ein Technologiezentrum auf dem Gelände an der Werkstrasse auf dem ehemaligen Gelände der Swissgrid der Öffentlichkeit vor. Das Unternehmen plant, einen Batteriespeicher mit Technologiezentrum zu erstellen. Am Donnerstagabend wurde die Öffentlichkeit zu einer geplanten Teilrevision der Industriezone informiert. Bis dato konnten in der Industriezone Bauten bis zu einer Höhe von 20 Metern errichtet werden. Eine Neuausrichtung brachte das Ergebnis, dass das neue Gebäude allerdings aufgrund von technischen Voraussetzungen eine Höhe von 30 Metern aufweisen müsste. Daraufhin wurde das Gesuch zum Vorentscheid zunächst zurückgezogen, wie Marcel Aumer vom Management der FB Real Estate AG/ FlexBase Group berichtete. Im November will die Stadt das Projekt an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung bringen.
Wesentliche Inhalte der Änderung beziehen sich auf die neu festgelegte Firsthöhe von 30 Metern und eine Umzonung der Gewerbezone in die Industriezone in einem kleineren Umfang von 0,14 Hektar. Dies führt zu einer besseren Überbaubarkeit in Form eines rechtwinkligen Baukörpers. Christoph Koch, Geschäftsführer KOPA, informierte darüber. Der Laufenburger Stadtrat stimmte im Juni der Anfrage des Unternehmens zu, die Gebäudehöhe nach oben anzupassen. Gespräche mit dem Kanton diesbezüglich verliefen positiv, wie Stadtammann Herbert Weiss mitteilte. «Dem Stadtrat ist es wichtig, das Unternehmen zu unterstützen, damit das Projekt wie beabsichtigt umgesetzt werden kann», betonte Weiss. Im Eiltempo von lediglich einem Monat stimmte der Kanton zu, dass der Stadtrat eine Erhöhung der Firsthöhe bis zu 30 Metern bewilligen kann. Es sei ein zeitlich sportliches Ziel gewesen, betonte Weiss. Er zeigte sich erleichtert darüber, dass der Kanton das Projekt unterstützt und zügig den Weg für die Teilrevision frei gemacht hat.
Da das Projekt einen markanten Baukörper aufweist, wies der Kanton in der Vorprüfung auf eine «umsichtige Planung der Fassadengestaltung» hin. Dies war auch den Anwesenden der Informationsveranstaltung wichtig. Eine Frage aus der besorgten Zuhörerschaft nach einer möglichen Brandgefahr des Batteriespeichers konnte Marcel Aumer beruhigend beantworten. Die spezielle Art der sogenannten Flow-Batterien sei weder brennbar noch explosiv, da sie auf einem flüssigen elektrochemischen Speicher basieren, erläuterte er.
Nach der kantonalen Vorprüfung liegen die Entwürfe nun bis zum 23. September öffentlich auf. Einwendungen müssen bis zu diesem Datum erfolgen. Die Unterlagen können auch auf der Internetseite der Stadt auf www.laufenburg.ch unter der Rubrik «Neuigkeiten» eingesehen werden. Dabei handelt es sich noch nicht um ein Baugesuch, das muss erst noch eingereicht werden.
Um was geht es bei dem Projekt?
Die FlexBase Group plant auf einer Fläche von rund 17 680 Quadratmetern auf dem ehemaligen Swissgrid-Gelände einen der grössten und modernsten Batteriespeicher zu erstellen. Ergänzt wird der Speicher durch ein Rechenzentrum für künstliche Intelligenz. Das Gebäude umfasst insgesamt fünf Stockwerke. Der Batteriespeicher wird unterirdisch bis zu einer Tiefe von rund 25 Metern erstellt. Er hat eine Leistung von rund 500 Megawattstunden und dient der Versorgungssicherheit der Schweiz und Teilen Europas. Das Rechenzentrum umfasst zwei Stockwerke mit einer Höhe von 30 Metern. Die Abwärme des wassergekühlten Rechenzentrums wird in den Wärmeverbund Laufenburg eingespiesen. Das vorhandene, ehemalige Swissgrid-Gebäude wird wiederbelebt.