Flammendes Spektakel über Oeschgen
Schiibesprenge lässt die Nacht zum Tag werden
Am Sonntag nach der alten Fasnacht feierte die Gemeinde ihren eigenen, ganz besonderen Anlass. Das jährliche Schiibesprenge erleuchtete die Gemeinde Oeschgen, hoch oben ...
Flammendes Spektakel über Oeschgen
Schiibesprenge lässt die Nacht zum Tag werden
Am Sonntag nach der alten Fasnacht feierte die Gemeinde ihren eigenen, ganz besonderen Anlass. Das jährliche Schiibesprenge erleuchtete die Gemeinde Oeschgen, hoch oben auf dem Bollhof, und begeistere Jung und Alt.
Franziska Nachtigall
Seit mehr als 50 Jahren fest verankert, zählt das Schiibesprenge, oben auf dem Bollhof, zur Kultur der Oeschger Gemeinde. Ein Spektakel, welches die Nacht verblassen und die Herzen aller Anwesenden, von Kindern wie auch Erwachsenen, höherschlagen lässt.
Einst aus einer Idee heraus entstanden, begeistert das feurige Brauchtum heute alljährlich viele Einheimische und Besucher. In den Anfängen genügte noch eine Produktion von 30 bis 40 Scheiben, heute sind es zirka 1000 Holzscheiben, die im Vorfeld für den Anlass angefertigt werden. Für den Anlass selbst ist der Aufbau herausfordernd, muss doch die Festgarnitur und das rund vier Meter hohe Holzrad aufgestellt und die Infrastruktur organisiert werden. Hier wirken alle mit. Sämtliche Mitglieder der Schiibesprenger sind im Einsatz und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf.
Feuerspektakel auf dem Boll
Am Sonntagnachmittag war es wieder so weit. Bereits ab 14 Uhr startete die Festwirtschaft oben auf dem Boll und zog Besucher und Einheimische an. Für das leibliche Wohl war gesorgt und gemeinsam wartete man auf den Einbruch der Dunkelheit. Die ersten Scheiben f logen durch den eindunkelnden Himmel, gleichzeitig wurden erste Jubelschreie laut. Gegen Abend wurde die Stimmung ausgelassener.
Um 19 Uhr stellte sich die Feuerwehr auf, wies Zuschauer zurück und präparierte die Radkonstruktion. Glut sprühte, Funken flogen, gebannt starrten sämtliche Augen auf das in Flammen aufgehende Konstrukt. Das Rad brannte lichterloh und wurde von den Umliegenden mit Applaus und Jubel geehrt.
Die wohlige Wärme, die das feurige Spektakel mit Leichtigkeit erzeugte, verbreitete zusätzlich gute Laune und lud zum Verweilen ein. Während die Flammen dem Rad nach und nach ein Ende bereiteten, erklang von der Menschenmenge Geplauder, Gelächter: es herrschte eine schöne, angenehme Stimmung.