Feldschlösschen feierte seinen 150. Geburtstag
28.04.2026 FokusRundum geglücktes Brauereifest in Rheinfelden
Rund 12 000 Personen pilgerten am Samstag zum Feldschlösschen, um das Jubiläum der Rheinfelder «Aktienbrauerei», wie sie sich bei der Gründung nannte, zu feiern. Die Stimmung war fröhlich und entspannt, das ...
Rundum geglücktes Brauereifest in Rheinfelden
Rund 12 000 Personen pilgerten am Samstag zum Feldschlösschen, um das Jubiläum der Rheinfelder «Aktienbrauerei», wie sie sich bei der Gründung nannte, zu feiern. Die Stimmung war fröhlich und entspannt, das Bier kühl und fein und das Wetter grossartig frühsommerlich.
Edi Strub
Kurz vor zehn Uhr setzte sich der erste Dampfzug vom «Gästebahnhof Feldschlösschen» Richtung Brauerei in Bewegung. An Bord hunderte erwartungsfrohe Bierliebhaber, Feldschlösschen-Fans und andere Besucher – einschliesslich viele Kinder. Bespannt war der Zug vorne mit der legendären grünen Dampflok «5666», und hinten – zum Schieben – mit einem etwas jüngeren, schwarzen Dampfross. Auch dabei beim «Festeinzug» die Tambouren aus Lenzburg und der Trachtenchor aus Pratteln. Dann folgten der historische Packard Direktionswagen in edlem Dunkelblau und schliesslich der alte Feuerwehrwagen Fiat 15 Ter, der aber keine Brände mehr löscht, sondern laut Anschrift nur noch der «Durstwehr» dient.
Besucher aus der ganzen Schweiz
«Es ist ein Fest für die ganze Schweiz», sagte Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz zur Eröffnung vor den bereits vollen Rängen auf dem Platz vor dem «Bierschloss». Eingeladen seien die Besucher von den 250 Angestellten der Feldschlösschen-Brauerei mit ihren Familien. Die Gäste kamen aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem Ausland. Feldschlösschen sei offenkundig ein Name, der nicht nur in der Region Basel/Rheinfelden auf ein grosses Echo stosse, so Amstutz. Er werde heute keine Rede halten über Geschäftsstrategien, sondern wie andere Angestellte hinter einem Tresen stehen und Bier zapfen. Ohne eine gute Strategie gäbe es zwar das Feldschlösschen nicht mehr, aber ohne Abzapfer auch nicht.
Den Lernenden war dann die Ehre überlassen, das erste Fass des Tages anzustechen. Mit einem Gutschein konnte man kostenlos ein paar Biere degustieren und sich an Führungen über die unterschiedlichen Aspekte der Herstellung von Bier informieren. Oder als Bier-Geniesser etwas über «Bierpairing» lernen, also welche Biere zu welchem Essen besonders gut passen.
In der Degustationshalle, wo ein paar der alten Lieferfahrzeuge von Saurer und Berna an der Decke hängen, zogen alte Werbeplakate aus der 150-jährigen Firmen-Geschichte die Aufmerksamkeit auf sich. Zwei Damen aus dem Badischen und Luzernischen amüsierten sich ganz besonders über das Plakat von 1907 mit einem kecken jungen Burschen mit einem grossen Humpen Bier in der Hand. Ob der Knirps wohl schon sechzehn sei, fragten sie sich lachend und machten ein Föteli.
Burger, Florian Ast und Xherdan Shaqiri
Ein Fest im Fest war schliesslich die BBQ-Schweizer Meisterschaft, die an einer Ecke des Bierfests stattfand. Die Aufgabe lautete, einen «Double-Smashed-Burger» zu kreieren. Die Ingredienzen standen alle bereit, dazu ein Bier gegen eventuelles Nervenflattern. 25 Minuten standen für das Vorbereiten zur Verfügung, ebenso viel Zeit für das eigentliche Grillen und Bereitstellen. Dann wurden die Burger einer gestrengen vierköpfigen Jury übergeben, die die verschiedenen Kreationen auf Originalität, Aussehen, Konsistenz und Geschmack prüfte und bewertete.
Für den musikalischen Höhepunkt sorgte der Schweizer Mundartsänger Florian Ast, der das Publikum mit seinen bekannten Hits begeisterte. Dazu traten die Brass Band Improvisante aus Basel, die Coverband Fools Paradise, der Trachtenchor Pratteln und die Tambouren aus Lenzburg auf. Für ein weiteres Highlight sorgte der Spitzenfussballer des FC Basel und angehende Rheinfelder Xherdan Shaqiri mit einer Autogrammstunde.





