Füdliblutter Wahnsinn geht weiter: Kym siegt erneut!

  27.08.2025 Sport

Nach vier Stunden und zwanzig Minuten: Jerôme Kym (ATP 175) gewinnt in der zweiten Runde an den US Open gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima (Weltnummer 31) sensationell und nicht weniger dramatisch in fünf Sätzen mit 4:6, 7:6 (7:2), 7:5, 3:6, 7:6 (10:8). Damit geht für den 22-jährigen Fricktaler das verrückte Märchen in New York weiter. Kurz zusammengefasst die Chronik eines Abnützungskampfs.

Erster Satz: solide, mit früher Hypothek
Jérôme Kym geriet früh unter Druck und musste bereits in seinem zweiten Aufschlagsspiel das Break zulassen (1:2). Beim Stand von 2:3 bekam Kym die Möglichkeit zum Break, doch Nakashima hielt dagegen – und so stand es stattdessen 2:4 für den Favoriten aus den USA. Zweimal ein Game zu null bei eigenem Aufschlag brachte Kym auf 3:4 respektive 4:5 heran. Doch mit seinem sechsten Satzball gewann Nakashima schliesslich den ersten Satz mit 4:6 (mit nur einem gewonnenen Punkt mehr als Kym).

Zweiter Satz: grandios im Tiebreak
Im zweiten Satz blieb bis alles in der Reihe – und so ging es ins Tiebreak. Dort zog Kym regelecht davon (6:1) und mit dem zweiten von fünf Satzbällen gewann der Möhliner die Kurzentscheidung und damit den zweiten Satz.

Dritter Satz: Break im besten Moment
Gleiches Spiel im dritten Satz. Keiner der beiden gab den Aufschlag ab. Doch nachdem Kym zum 5:5 nachgezogen hatte (mit einem Game zu null), gelang ihm nach zweieinhalb Stunden und zwei Doppelfehlern von Nakashima das langersehnte Break zum 6:5. Bei eigenem Aufschlag machte Kym dann alles klar und ging mit 2:1-Sätzen in Führung.

Vierter Satz: früh im Hintertreffen
Kym musste sich frühestmöglich breaken lassen. Minuten später, und nach einem weiteren Break, stand es für Nakashima 4:0, später 5:0. Kym brachte seine nächsten Aufschlagsspiele zwar durch – mit einem Break dazwischen – und kam so bis auf 3:5 heran. Die Aufholjagd kam aber zu spät. 6:3 Nakashima. Ein fünfter Satz sollte die Entscheidung bringen.

Fünfter Satz: dramatisch
Kym holte im Entscheidungssatz mit seinem 21. Ass das erste Game und legte mit Break zum 2:0 vor. Nakashima reagierte umgehend mit dem Rebreak, gewann den eigenen Aufschlag und nach einem zweiten Break des Amerikaners fand sich Kym plötzlich mit 2:3 im Hintertreffen. Doch der Möhliner erkämpfte sich im folgenden Game vier (!) Breakchancen – und reüssierte schliesslich (3:3).
Ein Hin und Her, an Dramatik kaum zu überbieten: Kym legte bei eigenem Aufschlag wieder vor, Nakashima zog nach. Bis zum 6:6 – und so sollte eine ohnehin längst verrückte Partie im Match-Tiebreak entschieden werden.

Nach frühem Mini-Break mit seinem 60. Winner und kurz darauf mit seinem 20. Ass lag Kym mit 4:1 in Front. In der Folge konnte er sich weiter auf den eigenen Aufschlag verlassen und erhöhte zum 6:3. Mit einem Vorhand-Winner (8:6) holte sich Kym das Mini-Break, kurz zuvor abgegeben, wieder zurück. Und dann war es soweit, nach vier Stunden und zwanzig Minuten verwertete der Fricktaler in New York seinen zweiten Matchball zum 10:8 in diesem Match-Tiebreak und steht damit an den US Open sensationell in der dritten Runde. Dort trifft er auf den Finalisten aus dem Vorjahr, Taylor Fritz, die Nummer vier der Welt. (rw)


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