Fasnacht gibt den Ton an
13.02.2026 FricktalEin kunterbunte Übersicht über das närrische Treiben
Mit dem gestrigen dritten Faissen gibt es in den Fricktaler Fasnachtshochburgen wie Möhlin, Laufenburg, Rheinfelden oder Kaisten kein Halten mehr. Die Narren regieren die nächsten Tage laut, bunt und ...
Ein kunterbunte Übersicht über das närrische Treiben
Mit dem gestrigen dritten Faissen gibt es in den Fricktaler Fasnachtshochburgen wie Möhlin, Laufenburg, Rheinfelden oder Kaisten kein Halten mehr. Die Narren regieren die nächsten Tage laut, bunt und ausgelassen.
Susanne Hörth
Den Laufenburger Narren ist gestern auf dem Rhein ein grosser Fisch ins Netz gegangen. Begleitet von lauten Trommelschlägen und einem langen Umzug wurde er über die alte Rheinbrücke auf Schweizer Rheinseite gebracht. Mit der traditionellen Salmanlandung ist die grenzüberschreitende Städtlefasnacht offiziell eröffnet. Nun reiht sich ein fasnächtliches Highlight an das nächste. Gleich auf fünf Bühnen beidseits des Rheins stellen heute Abend am grossen Openair Guggenformationen ihr kakafonisches Können unter Beweis. Zu einem wahren Hexenkessel wird die Zweiländerstadt am Samstagabend. Rund 1600 Dämonen, Geister, Hexen und andere gfürchtige Wesen machen den nächtlichen Umzug zu einem schaurig-schönen Spektakel. Und am Sonntag wird es bunt, laut und grenzenlos, wenn der grosse Fasnachtsumzug die Stadt in ein wogendes Meer aus Konfetti, Kostümen und fröhlichem Chaos taucht.
Frau Fasnacht in Rheinfelden
Während in Laufenburg der dicke Salm das Startzeichen gibt, schwingt in Rheinfelden Frau Fasnacht das närrische Zepter. Seit Donnerstagabend thront sie hoch oben am Obertor und beobachtet das bunte Treiben der Zähringerstadt mit einem Blick, der sagt: «So, ihr Lieben, jetzt wird gefeiert!» Und zu hören gibt es mindestens so viel wie zu sehen: Heute Freitag etwa beim Schnitzelbankabend, wo spitze Zungen und scharfe Reime für Lacher, Staunen und vielleicht auch ein paar errötete Ohren sorgen.
Am Samstag übernehmen auf vier Bühnen die Guggenmusiken das Kommando auf Schweizer Seite, bevor um 23.11 Uhr ein Fackelumzug die Nacht zum Leuchten bringt. Am Sonntag – hoffentlich unter strahlender Sonne – gehört die Stadt wieder den vielen Teilnehmenden und dem grossen Publikum, das den grenzüberschreitenden Umzug in ein farbenfrohes Fasnachtsmeer verwandelt.
Jung und fit in die Möhliner Fasnacht
Dass die Fasnacht auch in Zukunft im Dorf bestens aufgehoben ist, zeigten am dritten Faissen die vielen Mädchen und Buben beim Kinderumzug in Möhlin. An der Meler-Ryburger Fasnacht reiht sich nun ein ausgelassener Anlass an den nächsten – ganz nach dem Motto: «Wer die Wahl hat, hat die Qual – aber eine fröhliche!» Mit scharf geschliffenen Versen wird am Samstagabend an diversen Standorten in den Schnitzelbänken das Geschehen der vergangenen Monate seziert. Und spätestens der grosse Fasnachtsumzug am Sonntag verwandelt das Dorf endgültig in einen dampfenden, närrischen Fasnachtskessel. Am Dienstag gibt es das Ganze dann gleich nochmals – doppelt hält besser.
In Kaisten wiederum mischt der Haldejoggeligeist seit dem 1. Faissen das Dorf tüchtig auf. An der sonntäglichen Strossefasnacht zeigen Gross und Klein am Umzug und auf der Bühne ihr fröhliches Können – und der Haldejoggeligeist lacht sich vermutlich ins Fäustchen.
Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem grossen fricktalischen Narrenfahrplan.

