Essen als Teil der Therapie

  15.01.2026 Rheinfelden

burundikids schweiz im Spital von Kabezi

Burundi zählt zu den Ländern, die weltweit besonders stark von Hunger und Armut betroffen sind. Diese Situation zeigt sich besonders deutlich in öffentlichen Spitälern, die zwar medizinische Behandlungen anbieten, jedoch keine Mahlzeiten für Patienten bereitstellen – mit gravierenden Folgen für viele Familien aus ländlichen Regionen.

Gemeinsam mit dem lokalen Partner NACHAM Africa engagiert sich die Stiftung burundikids schweiz mit Sitz in Rheinfelden seit Mai 2025 mit einem Projekt im Bezirkskrankenhaus von Kabezi, um diese Versorgungslücke gezielt zu schliessen. Seither werden täglich rund 80 unterernährte Patientinnen und Patienten, vorwiegend Kinder und ihre Mütter, während ihres Spitalaufenthalts mit ausgewogenen Mahlzeiten versorgt.

Die Erfahrung vor Ort zeigt: Ohne ausreichende Ernährung bleibt medizinische Behandlung oft wirkungslos. Medikamente müssen auf nüchternen Magen eingenommen werden, Kinder verlieren weiter an Gewicht, und Behandlungen werden aus Verzweif lung abgebrochen. Durch die tägliche Essensausgabe wird die körperliche Erholung unterstützt und die Wirksamkeit der medizinischen Therapie deutlich verbessert.

Neben der akuten Ernährungshilfe legt das Projekt auch Wert auf psychosoziale Unterstützung. Die Versorgung mit Mahlzeiten entlastet Familien emotional und trägt dazu bei, die Würde der Patientinnen und Patienten zu wahren. Ergänzend werden präventive Massnahmen umgesetzt, darunter Schulungen zu Ernährung und Anbaumethoden sowie Gemüsegärten im Umfeld des Spitals. Ziel ist es, Familien zu befähigen, das erworbene Wissen auch nach dem Spitalaufenthalt im eigenen Alltag umzusetzen.
Mit diesem Engagement leistet burundikids schweiz einen nachhaltigen Beitrag zur Bekämpfung von Unter- und Mangelernährung im Gesundheitsbereich. Das Projekt verbindet kurzfristige Hilfe mit langfristiger Wirkung und zeigt, dass Heilung mehr braucht als medizinische Versorgung allein.

Die Stiftung mit Sitz in Rheinfelden ist seit 2008 ehrenamtlich in Burundi tätig und finanziert sich über Spenden. Mehr Informationen aktueller Jahresbericht unter www.burundikids.ch. (mgt)


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