Einmal so richtig auf die Trommel hauen, erfahren, dass es beim Trommeln nur einen Ton gibt und merken, was es alles dafür braucht, um bei den Tambouren mitmarschieren zu können – all das wurde bei der FerienSpass-Aktion möglich.
Petra Schumacher
Dreizehn Buben und ein Meitli ...
Einmal so richtig auf die Trommel hauen, erfahren, dass es beim Trommeln nur einen Ton gibt und merken, was es alles dafür braucht, um bei den Tambouren mitmarschieren zu können – all das wurde bei der FerienSpass-Aktion möglich.
Petra Schumacher
Dreizehn Buben und ein Meitli im Alter von 7 bis 11 Jahren nutzten am vergangene Woche das Angebot, um einen Einblick in die Trommelwelt der Tambouren zu erhalten. Im Steinli Chäller, dem Probelokal der Tambouren der Fasnachtzunft Ryburg, konnten sie die Trommler hautnah erleben und dabei selber die ersten Trommelschläge erlernen. Kursleiter Robin Winkler freute sich, einige bekannte Gesichter zu sehen. «Wir offerieren die Lektion als Plauschangebot schon länger in den Sommerferien und freuen uns über das Interesse. Einige kommen regelmässig und manch einen sehen wir nach den Sommerferien dann auch an den Proben wieder.»
Taktgefühl ist wichtig
Die Jungtambouren Luis (10 Jahre) und Kilian (13 Jahre) gaben zum Kursbeginn sichtlich stolz einen Einblick in ihr Können. Beide spielen seit drei Jahren bei den Tambouren der Fasnachtszunft Ryburg. «Wir trainieren hier einmal die Woche alle zusammen, aber zusätzlich üben wir täglich zu Hause», so Kilian. Luis Mutter ergänzt mit einem Lächeln: «Die Ohrenschützer liegen bei uns immer griffbereit.» Als wichtigste Voraussetzung für das erfolgreiche Trommeln nannten die beiden jungen Tambouren übereinstimmend das Taktgefühl.
Nach der musikalischen Einführung wurden drei Gruppen gebildet, die dann an drei Posten kurze Lektionen erhielten. Im Foyer wurden an «Böcklis», der Wohnzimmervariante der Trommel, wie Robin Winkler die Instrumente nannte, die richtige Grifftechnik der Trommelschläger und erste Schlagtechniken gelernt. Im Steinli Chäller konnten die unterschiedlichsten Trommeln ausprobiert werden. Erste Versuche, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, zeigten, dass es fürs Trommeln mehr braucht, als mit Kraft drauf zu hauen.
Erster Tambourenmarsch
Das grösste Interesse der jungen Kursteilnehmer richtete sich auf den dritten Posten. Hier ging es um die Trommeln der Tambouren – die klassischen Basler Trommeln. Nachdem die Ohrenschützer verteilt waren, erklärte Tambour Werner Zumsteg den Aufbau der Trommel und ermunterte die Interessierten, die Trommeln auszuprobieren. Danach folgte das erste Nachspielen von vorgegebenen Trommelschlägen. Mit etwas Unterstützung wurde die Übung recht gut gemeistert. «Wir Tambouren spielen als Gruppenformation zur Fasnacht in den Gassen auf und laufen beim Spielen. Lasst uns das gemeinsam mal ausprobieren», so Werner Zumsteg. Manchmal schien die Trommel fast gleich gross wie der Trommler zu sein, aber alle Kursteilnehmer hatten sichtlich Spass an der Übung. Zum Abschluss des Abends zeigten die anwesenden Tambouren der Fasnachtzunft Ryburg ihr Können. Bei den zwei gespielten Stücken wurde deutlich, dass das Spiel der Tambouren gleichsam Genuss für Augen und Ohren bietet.