Im Chleigrüt laufen Grundwasserpumpversuche
Grossinvestition in Rheinfelden geplant
Rund 50 Millionen Franken investiert die AEW Energie AG bis 2033 in eine neue Wärmezentrale bei der Saline Riburg in Rheinfelden. Grundwasser soll als Wärmequelle ...
Im Chleigrüt laufen Grundwasserpumpversuche
Grossinvestition in Rheinfelden geplant
Rund 50 Millionen Franken investiert die AEW Energie AG bis 2033 in eine neue Wärmezentrale bei der Saline Riburg in Rheinfelden. Grundwasser soll als Wärmequelle dienen. Die Pumpversuche im Gebiet Chleigrüt werden in den nächsten Wochen abgeschlossen.
Valentin Zumsteg
Was ist denn das? Im Rheinfelder Gebiet Chleigrüt sind lange schwarze Rohre verlegt, die in den vergangenen Wochen zahlreichen Fussgängern und Velofahrern aufgefallen sind. Was hat es damit auf sich? Bei der Stadt Rheinfelden verweist man an die AEW Energie AG; die Arbeiten stünden vermutlich im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau einer Wärmezentrale auf dem Areal der Saline Riburg, heisst es aus dem Rathaus. Bei der AEW AG wird dies bestätigt: «Es werden Grundwasserpumpversuche durchgeführt. Diese sind erforderlich für die weitere Planung und damit für die Erlangung einer Betriebs- und Nutzungskonzession», erklärt Mediensprecherin Silvia Geissmann gegenüber der NFZ.
Wärme für Rheinfelden und Möhlin
Die AEW Energie AG betreibt schon seit einigen Jahren eine Wärmezentrale auf dem Salinen-Areal in Rheinfelden Riburg. Um den steigenden Wärmebedarf zu decken, soll diese durch eine leistungsfähige neue Anlage ersetzt werden. Dafür investiert die AEW AG bis 2033 rund 50 Millionen Franken (die NFZ berichtete).
Zwei Etappen sind geplant: Der Grundausbau (2025–2029) umfasst die Errichtung einer neuen Wärmezentrale, neue Transitleitungen nach Rheinfelden und Möhlin sowie die Erschliessung erster Versorgungsgebiete in Möhlin. Im Endausbau (2029–2033) wird die Kapazität der Anlage erweitert und es werden weitere Gebiete in Möhlin und Rheinfelden an das Fernwärmenetz angeschlossen. Der Ausbau in Rheinfelden erfolgt dabei abgestimmt auf den durch die Stadt und die IWB beschlossenen Rückzug der Gasversorgungsinfrastruktur. Die benötigte Wärme soll mit bis zu vier leistungsstarken Wärmepumpen erzeugt werden. Im Notfall sichern mehrere Heizkessel als Redundanz die Versorgung. «Diese können mit biogenem Brennstoff betrieben werden», wie das Unternehmen im vergangenen Jahr mitteilte.
Bohrlöcher werden temporär verschlossen
Da künftig das Grundwasser als Wärmequelle genutzt werden soll, braucht es die aktuellen Pumpversuche. «Die Arbeiten haben im November 2025 begonnen und werden in den nächsten Wochen abgeschlossen», erklärt Silvia Geissmann. Anschliessend sollen die Installationen wieder demontiert und die Bohrlöcher temporär verschlossen werden.
Bislang sehen die Ergebnisse, die bereits vorliegen, vielversprechend aus: «Die ersten Resultate der Pumpversuche liegen bezüglich der Schüttleistung über den Erwartungen», heisst es von der AEW AG. Die Chancen stehen also gut, dass die erneuerbare Wärmeversorgung wie geplant ausgebaut werden kann.