Das Interesse war gross, als die Magdener am Samstag ihren neuen Werkhof und das Feuerwehrmagazin erstmals besichtigen konnten. Planung und Bau seien anstrengend wie ein Marathon gewesen, stellte Gemeindepräsidentin Carole Binder-Meury rückblickend fest.
Edi Strub
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Das Interesse war gross, als die Magdener am Samstag ihren neuen Werkhof und das Feuerwehrmagazin erstmals besichtigen konnten. Planung und Bau seien anstrengend wie ein Marathon gewesen, stellte Gemeindepräsidentin Carole Binder-Meury rückblickend fest.
Edi Strub
Angefangen hatten die Schwierigkeiten mit der überraschenden Ablehnung des ursprünglichen Projekts an der Gemeindeversammlung im Dezember 2020. Geplant war der Bau eines neuen Werkhofs an einer anderen Stelle, als er jetzt steht, doch eine klare Mehrheit an der Gemeindeversammlung betrachtete dieses Projekt als untauglich. Die Planung musste darauf hin möglichst schnell von neuem beginnen, denn man brauchte dringend einen neuen Werkhof. Daraus entstand dann die Idee eines Ausbaus des Feuerwehrmagazins verbunden mit einer von der Bergseite her zugänglichen Aufstockung als neuen Werkhof.
Der dafür notwendige Planungskredit wurde von der Gemeindeversammlung schon im Sommer danach bewilligt. Drei Jahre später erfolgte dann der erste Spatenstich. Es sei kein einfaches Unterfangen gewesen, weil die Feuerwehr während der Bauzeit weiterhin vor Ort funktionieren musste, erklärte Patrick Berdat, Leiter Bau, Planung und Umwelt. Da sei im Beton gebohrt und die Statik des alten Magazins mit neuen Trägern verstärkt worden, während sich die Feuerwehrleute plötzlich in grosser Eile für einen Einsatz rüsten mussten. Hinzu kamen ein paar Überraschungen mit Wassereinbrüchen und dergleichen. Der Kostenrahmen für das ganze konnte unter diesen Umständen denn auch nicht ganz eingehalten werden. Statt auf 7,380 Millionen Franken, wie ursprünglich mit einer Toleranz von 10 % berechnet, lautet die Endabrechnung nun auf 8,660 Mio. Zum Teil habe das mit der Bauteuerung zu tun, zum Teil aber mit erhöhten Kosten wegen nachträglicher Anpassungen und Änderungen, erklärte Gemeinderat Patrick Heilmann.
Solarstrom auch für das Bad
Das neue kombinierte Gebäude erfüllt hohe Ansprüche in Bezug auf Umwelt und Nachhaltigkeit. Auf dem Dach ist eine Solaranlage installiert, die einen Teil des benötigten Stroms liefert, im Sommer aber mit dem Überschuss vor allem das gegenüberliegende Bad heizt. Beim Bau kam sehr viel Holz zum Einsatz – aus Schweizer Wäldern. Viele Bauaufträge konnten an lokale Firmen vergeben werden, so unter anderem Bau und Montage der Holzmodule, aus denen der über dem Feuerwehrmagazin liegende Werkhof zusammengefügt wurde. Der kombinierte Werkhof/Feuerwehrstandort habe einiges gekostet, stellte Patrick Heilmann fest. Die Kasse sei zwar nicht leer, aber grössere Projekte lägen vorläufig nicht mehr drin. Es gebe auch keinen dringenden Bedarf für etwas Grösseres. Magden sei sozusagen gebaut. Denn viel Land zum Bebauen gebe es nicht mehr.
Ein zweckmässiger Bau
Den meisten Besuchern schien das neue Gebäude zu gefallen, vor allem die zweckmässige und saubere Gestaltung der Umkleideräume/ Toiletten, der Werkstätten, der Lager und der Garagen führte zu vielen positiven Kommentaren. Einzig eine Frau, die in der Nähe wohnt, meinte, der Bau scheine ihr zu massiv und zu grau. Sie hätte sich etwas Leichteres, Gefälligeres gewünscht.