Das Kinder- und Jugendfest rückt näher
Die Sause steigt am 12. September. Was macht das Kinder- und Jugendfest auf der Möhliner Allmend so besonders?
Ronny Wittenwiler
Und dann lässt Severin Schürch diesen einen Satz raus, der ihn am Ende des Gesprächs noch einholen ...
Das Kinder- und Jugendfest rückt näher
Die Sause steigt am 12. September. Was macht das Kinder- und Jugendfest auf der Möhliner Allmend so besonders?
Ronny Wittenwiler
Und dann lässt Severin Schürch diesen einen Satz raus, der ihn am Ende des Gesprächs noch einholen wird: «Die Frage ist doch, wer die Hüpfburg nutzen wird. Es sind die Kinder.» Schürch und seine Kolleginnen und Kollegen stecken in den letzten Vorbereitungen für den 12. September. An diesem Samstag verwandelt sich die Allmend in einen regelrechten Spielplatz.
Vereintes Möhlin
Schürch ist Geschäftsleiter der Offenen Jugendarbeit Möhlin (JAM). Wir treffen ihn für eine Wasserstandsmeldung im Schwimmbad. Hier also, wo sich an diesem heissen Sonntag auf Rutschbahn und Sprungturm exakt jene Zielgruppe vergnügt, die am 12. September auf der Allmend erwartet wird: Kinder und Jugendliche. Bemerkenswert ist, wen die Organisatoren alles an Bord holen konnten. «Über dreissig Vereine und Institutionen machen am Kinderund Jugendfest mit», freut sich Severin Schürch. Wie funktioniert Radball? Was machen eigentlich die Wasserfahrer? Was erwartet mich bei der Jungwacht Blauring? Das Fest wird eine Entdeckungsreise durch die vielfältigen Angebote im Dorf. «Mit diesem Konzept sind wir zweimal g ut gefahren», sag t Schürch. Einen leichten Ausbau in dieser dritten Ausgabe erfährt das Kinder- und Jugendfest beim Rahmenprogramm. Erstmals kurvt für Familien und Kinder ein Bähnchen auf dem Festgelände herum. Kinderdisco, Märchenzelt, der Auftritt eines Zauberers, und immer wieder musikalische und andere Einlagen auf der Showbühne. Ein Bändeli für fünf Franken im Vorverkauf beziehungsweise sieben an der Tageskasse, schon ist der uneingeschränkte Zutritt zu allen Angeboten und Attraktionen gesichert. Und wir? Erinnern uns zum ersten Mal an diesen einen Satz: «Die Frage ist doch, wer die Hüpfburg nutzen wird. Es sind die Kinder.» Noch aber sind wir nicht soweit. Blick zurück.
Grundgedanken
2022 riefen Offene Jugendarbeit Möhlin und Familienzentrum (FAZ) das Kinder- und Jugendfest ins Leben; schon damals mit der Absicht, dieses im Zweijahres-Rhythmus auf der Agenda zu etablieren. Die dritte Ausgabe nun ist eine besondere für das Familienzentrum, feiert doch die Institution ihr zwanzigjähriges Bestehen. Und schon 2028 steht die Offene Jugendarbeit vor ihrem nächsten Meilenstein, dem 30-Jahr-Jubiläum. An Grössenwahn ist allerdings auch dann nicht zu denken. «Wahrscheinlich werden wir nie mit einer gigantischen Achterbahn auf kreuzen», sagt Schürch. Das Kinder- und Jugendfest im Herzen von Möhlin soll in seiner aktuellen Grössenordnung bestehen bleiben. «Weil es den Werten entspricht, wofür wir einstehen», sagt Schürch. Ein Fest, erschwinglich für alle Familien, eines, das mit einfachen Mitteln Begegnungen schaffe.
Und so kostet das Eintrittsbändeli für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre eben auch bloss fünf respektive sieben Franken. Warum Eltern keinen Eintritt zahlen, hat Schürch ja mit diesem einen Satz erklärt: «Die Frage ist doch, wer die Hüpfburg nutzen wird. Es sind die K inder.» Und hier unten im Schwimmbad, gut sichtbar vom Kiosk aus, setzt an diesem heissen Sonntag ein Erwachsener unter heller Begeisterung einiger Kinder vom Sprungturm zur umjubelten Arschbombe an. Schürch sagt mit einem Lachen: «Also meistens sind es die Kinder.» Nicht mehr lange, dann wird auf der Allmend die Luft in die Burg geblasen, es hüpft das Herz. Und das Kinder- und Jugendfest kann beginnen.
Alle Infos zum Fest im Internet. www.kijufemoehlin.ch