Vielleicht lag es am nasskalten Wetter, vielleicht aber auch an den Schulferien: In Laufenburg nahmen am Narrolaufen etwas weniger Kinder als sonst teil. Jene, die dabei waren, genossen es umso mehr.
Nelia Brem
Alle haben sie fröhlich mitgeschrien: Kinder wie auch ...
Vielleicht lag es am nasskalten Wetter, vielleicht aber auch an den Schulferien: In Laufenburg nahmen am Narrolaufen etwas weniger Kinder als sonst teil. Jene, die dabei waren, genossen es umso mehr.
Nelia Brem
Alle haben sie fröhlich mitgeschrien: Kinder wie auch Erwachsene. Auch die ganz kleinen Fasnächtler machten lautstark mit. In Laufenburg fand am Dienstagnachmittag das Narrolaufen in der Altstadt statt. Die Mitglieder der Narro-Alt-Fischerzunft 1386 forderten Klein und Gross zum Sprücheaufsagen auf. Je lauter unter anderem «Es hocke drei Narre uf’s Hanselis Charre, wie lache die Narre» hinausgeschrien wurde, desto reicher wurde die Menge beschenkt. Da f logen Weggen, Würste und Orangen durch die Luft. Im Nu füllten sich die mitgebrachten Taschen der Leute.
Wenn auch das Narrolaufen erst um 14.30 Uhr beim Wasentor begann, so hatten sich bereits eine halbe Stunde früher die Zunftmitglieder mit ihren grossen Vorräten an Weggen, Würsten und Orangen am Startort versammelt. Mit ihnen auch so manche Kinder, Frauen und Männer. Da wurde schon die eine oder andere der feinen Gaben schnabuliert. Dann ging es los. Rückwärts liefen die Narronen die Gasse hinunter, gefolgt von einer erwartungsvollen Schar. Das Rückwärtslaufen steht auch symbolisch für die verrückte, auf den Kopf gestellte Welt der Fasnacht.
Mit dem Narrolaufen wurde das baldige Ende der Fasnacht eingeläutet. Ein wenig Wehmut herrschte deshalb schon. Die Fröhlichkeit überwog. Noch mehr, als sich auch das zu Beginn schlechte Wetter besserte und sich die Sonne noch zeigte. Mit ihr wurde das Treiben noch bunter, die Sprüche wurden noch lauter herausgeschrien und die Gaben f logen noch weiter. Manche Orange landete sogar im Wasenbrunnen, wo ein lustiges Herausfischen gefordert war.