Einsatz von Wildhüter beim Bahnhof
Am vergangenen Mittwochabend hat sich beim Bahnhof Rheinfelden ein familiäres Drama bei Familie Fuchs abgespielt. Die tierische Geschichte nahm dank des Einsatzes eines Jagdaufsehers und von SBB-Mitarbeitern aber ein gutes Ende. Doch beginnen ...
Einsatz von Wildhüter beim Bahnhof
Am vergangenen Mittwochabend hat sich beim Bahnhof Rheinfelden ein familiäres Drama bei Familie Fuchs abgespielt. Die tierische Geschichte nahm dank des Einsatzes eines Jagdaufsehers und von SBB-Mitarbeitern aber ein gutes Ende. Doch beginnen wir von vorne: «Ich wurde kurz nach 20 Uhr von einem Pendler am Bahnhof Rheinfelden angerufen, weil er an den Gleisen einen Fuchswelpen beobachtet hatte, welcher verängstigt hin und her lief und die ganze Zeit seiner Mutter rief», berichtet Boris Brunner vom Jagdverein Viola. Beim Bahnhof Rheinfelden angekommen, entdeckte Brunner das Tier. «Ich konnte feststellen, dass der Fuchsbau in der Terrassenmauer unmittelbar neben den Gleisen auf zirka vier Metern Höhe lag. Der Welpe muss also aus einiger Höhe von der Mauer herunter - gefallen sein. Er war nicht mehr selbständig in der Lage, die Wand hochzuklettern.»
Zurück zur Mutter
Die aufgeregte Fuchsmutter zeigte sich auf der Höhe immer wieder kurz, konnte den Welpen aber auch nicht wieder zurückholen. Der Fuchswelpe irrte jeweils gefährlich nah an den Gleisen entlang, auf denen Züge durchfuhren. «Da ich als Wildhüter die Gleise nicht allein betreten darf, habe ich die SBB-Bahnpolizei gerufen. Diese hat schliesslich die SBB-Intervention aufgeboten», schildert Brunner. Zusammen mit zwei SBB-Mitarbeitern konnte der Wildhüter schliesslich die Gleise überqueren und den Welpen einfangen, welcher sich glücklicherweise beim Sturz von der Mauer nicht verletzt hatte. «Mit vereinten Kräften sind wir dann mit dem Welpen die Mauer mit Brombeersträuchern hochgeklettert und konnten den Welpen wohlbehalten der Fuchsmutter zurückgeben.»
Um 22.45 Uhr war der Einsatz beendet. Abschliessend erklärt Boris Brunner: «Alle sind wieder gesund zurück, dort wo sie hingehören.» (vzu)