Erdbeeren pflücken bleibt ein Publikumsmagnet
14.06.2026 FokusAuf dem Möhliner Chleizelglihof suchten auch in diesem Jahr viele Leute aus der näheren und weiteren Umgebung die süssen Früchte. Selber pflücken ist auch darum ein Erlebnis, weil viele Kinder nicht nur das Becken der Eltern füllen helfen, sondern zusätzlich ihren Mund stopfen dürfen.
...Auf dem Möhliner Chleizelglihof suchten auch in diesem Jahr viele Leute aus der näheren und weiteren Umgebung die süssen Früchte. Selber pflücken ist auch darum ein Erlebnis, weil viele Kinder nicht nur das Becken der Eltern füllen helfen, sondern zusätzlich ihren Mund stopfen dürfen.
Hans Zemp
Auf einem Grundstück von 50 Aren in Möhlin wuchsen 23 000 Erdbeerpf lanzen heran und brachten in diesem Jahr wunderbar viele und süsse Früchte. Seit einigen Jahren bereitet Landwirt Beat Mahrer auf seinem Chleizelglihof Erdbeerfelder vor. Die Vorbereitung für das Erdbeerfeld 2027 ist recht intensiv und beginnt bereits im Juli mit dem Pf lügen, dem Ziehen von Dämmen und der Wässerung des Bodens. Ende Juli werden die neuen Pf lanzen von Hand, also nicht mit Maschinen, gesetzt. Boden ohne Steine eignet sich nach Beat Mahrer besonders gut. Sind die Pf lanzen gesetzt, muss dafür gesorgt werden, dass sie gut anwachsen. Feuchtigkeit spielt in diesem Vegetationszeitpunkt eine wesentliche Rolle. Mitte September sind die Ausläufer zu schneiden und im Februar die alten Blätter zu entfernen. Das Feld ist unkrautfrei zu halten.
Raben, Mäuse und auch Rehe geniessen die jungen Pf lanzen in diesem Stadium, wenn zu ihnen nicht genügend Sorge getragen wird. Wenn man einen Teil des Feldes in der Vorerntezeit rechtzeitig deckt, kann damit die Reifezeit der Früchte etwas gestaffelt werden. Manchmal gelingt das, manchmal etwas weniger. In der Wachstumsphase können auch Schnecken, Mehltau, Graufäule und andere Schädlinge ein Thema werden. Darum ist während der ganzen Zeit Sorgfalt angesagt.
Beat Mahrer wechselt die Erdbeerfelder jedes Jahr. Die Pf lanzen stehen von Ende Juli bis Ende Juni, also elf Monate auf dem Feld. Dies bedeutet, dass ein Erdbeerfeld nicht nur arbeitsintensiv, sondern ebenso mit einigen Kosten verbunden, also mit etlichen Investitionen verbunden ist. Während der ganzen Zeit ist auch das Wetter ein Faktor, der über das Gelingen mitentscheidet. Was immer gleich ist: Die Kunden schätzen schöne, grosse, süsse, frische und aromatische Früchte, die sie selber pf lücken dürfen. Dieses Pf lücken mobilisiert viele Leute, oft auch darum, weil es als Ausf lug mit Kindern genutzt werden kann. So trifft man auf dem Möhliner Erdbeerfeld Leute aller Altersgruppen. Also Kleinkinder und Senioren bis 80 Jahre. Mit den Erdbeeren, die nicht ganz so prächtig sind, wisse die Natur schon umzugehen, sagt der Eigentümer. In diesem Jahr sei die Qualität aber wirklich prächtig gewesen. Auf diese kann andauernde grosse Hitze, aber auch Nässe oder zu langes Verbleiben an der Pf lanze einen Einf luss haben.
Ordnung auf dem Feld muss sein
«Ich bin dort», sagt Beat Mahrer im Wissen, dass es nicht ganz einfach ist, den Überblick immer zu haben. «Es liegt aber auch an uns, ringsum Ordnung zu halten. Das beginnt schon mit der Organisation des Parkings. Wo Ordnung ist, hat das Auswirkungen auf die Leute.» Schön ist für ihn, wie die vielen motivierten Leute Interesse zeigen. Dies führe zu guten Gesprächen und trage zur guten Stimmung auf dem Feld bei. «Man geniesst, ist interessiert und motiviert, weil die Tätigkeit des Pf lückens freiwillig ist», meint Mahrer.
Kurze Pflückzeit
Die Selfpickzeit dauert zwischen drei und dreieinhalb Wochen. Länger habe er noch nie offen gelassen. In diesem Jahr beendete Beat Mahrer die Pf lückzeit am A bend des 9. Juni. Bereits am Folgetag wurde das Feld umgepf lügt. Er sei in diesem Jahr mit der Pf lücksaison, dem Wetter und den wirklich vielen Leuten au f dem Feld zufrieden, sag t Eigentümer Beat Mahrer. In der näheren Umgebung f indet man heute keine Erdbeerfelder mehr, die Früchte eignen sich aber für v iele köstl iche Zu bereitu ngen ausgezeichnet.



