Element für Element zum «Sichtfeld»
30.07.2026 Gipf-Oberfrick«Das Sichtfeld Openair ist mehr als ein Musikfestival», sagt das OK. Zusammenkommen, Erinnerungen schaffen, in eine andere Welt eintauchen – darum gehe es. In Gipf-Oberfrick wird ab heute wieder an einer Fantasiewelt gebaut.
Simone Rufli
«Wenn bei der Feuerwehr die Bässe lodern, in der versunkenen Stadt die Gläser klingen, im Endlager zwischen verstrahlten Kreaturen bis tief in die Nacht gefeiert wird, die Windräder im Sommerwind tanzen und die Hauptbühne das ganze Festivalgelände in ein Lichtermeer taucht – dann ist Sichtfeld Openair», lässt das Team verlauten. «Tanz der Elemente», unter diesem Motto steht die 13. Ausgabe des Sichtfeld Openairs; eine Hommage an Feuer, Wasser, Luft, Erde und Licht. Der Start in dieses elementare Erlebnis erfolgt am Freitag, 7. August. Der Tanz dauert bis am Sonntag, 9. August.
Die Vorbereitungen allerdings haben vor Monaten schon begonnen. Im Dezember 2025 erfolgte die Themenwahl, im März 2026 stand das Konzept und ab heute Donnerstag beginnt das Ergebnis der kreativen Bemühungen sichtbar zu werden: Auf dem Festivalgelände am Kornbergweg in Gipf-Oberfrick starten die Auf bauarbeiten. Nach einem Ausweichmanöver im vergangenen Jahr – auf dem Feld wuchsen Sonnenblumen, das Festival rückte ein Feld vor in Richtung Freakhall – kann das Sichtfeld Openair nun wieder am gewohnten Ort im «Geindel» stattfinden.
Der Situation angepasst
Wobei, ganz wie gewohnt ist es in diesem Jahr trotzdem nicht. Das Festival findet auf einem Stoppelfeld statt, der Boden ist, wie alles rundherum, extrem trocken. «Wir werden uns der Situation anpassen, unter anderem verzichten wir auf die beliebten Feuerschalen», erklärt Samira Hofmann vom OK. Beraten und unterstützt von der Gemeinde Gipf-Oberfrick, von Polizei und Feuerwehr und mit der Erfahrung von heissen Festival-Tagen in vergangenen Jahren, wo für den Notfall auch schon grosse Wassertanks bereitstanden, sei man aber gut vorbereitet.
Wie das Wetter am Festival-Wochenende ist, lässt sich heute noch nicht sagen. Bereits sicher ist aber, dass der Auf bau in den nächsten Tagen bei grosser Hitze stattfindet. Gegen 40 Grad, verbunden mit körperlicher Anstrengung – sämtliche Bauten und Dekorationen entstehen wie immer in Handarbeit – «das könnte dem einen oder anderen der gegen 100 Helferinnen und Helfer zu schaffen machen», so Samira Hofmann. Viele der treuen Helfenden werden wieder fast zwei Wochen ans Festival geben, an Aufbau, Openair und Abbau. «Es hat etwas von einer grossen Familienzusammenkunft.»
Neben den Konzerten bietet das «Sichtfeld» wie immer auch abseits der Bühne ein vielfältiges Programm. Kindernachmittag, Beer Pong-Turnier, Day Dance, verschiedene Bars, gemütliche Rückzugsorte und kulinarische Angebote – jedes Element für sich eine Einladung, das Festival zu geniessen.
Von Reggae bis DJ
Musikalisch präsentiert das Sichtfeld Openair ein abwechslungsreiches Line-up. Nativ begeistert mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Reggae, Hip-Hop und Mundart und zählt längst zu den spannendsten Stimmen der Schweizer Musikszene. La Nefera × Polarbæren verbinden kraftvolle Rhythmen, Rap und Live-Instrumente zu einer energiegeladenen Show voller lateinamerikanischer Einflüsse. Mit Chocolate Remix sorgt die argentinische Reggaeton-Pionierin für kompromisslose Beats und mitreissende Performances. Projekt ET liefern tanzbare elektronische Klänge, während Argyle mit seinem facettenreichen Sound zwischen Indie und Alternative begeistert. Nach sieben Jahren sind Les Touristes zurück auf der Sichtfeld-Bühne und bereit für eine grosse Party. Ebenfalls mit dabei sind PLH, Illustre, Mount Jacinto, Queen Anne Lace, die das Programm mit ihren ganz eigenen musikalischen Handschriften bereichern. Ergänzt wird das Festival durch zahlreiche DJs, die bis tief in die Nacht für elektronische Klänge und ausgelassene Stimmung sorgen.
(mgt)

