Wuchernde Aquarienpflanzen, ausgesetzte Schildkröten, eingeschleppte Krankheiten: Wer gebietsfremde Tiere oder Pflanzen aus einem Aquarium oder Gartenteich in die freie Natur entlässt, riskiert erhebliche Schäden für Biodiversität und Infrastruktur – und macht sich ...
Wuchernde Aquarienpflanzen, ausgesetzte Schildkröten, eingeschleppte Krankheiten: Wer gebietsfremde Tiere oder Pflanzen aus einem Aquarium oder Gartenteich in die freie Natur entlässt, riskiert erhebliche Schäden für Biodiversität und Infrastruktur – und macht sich strafbar. Was im Aquarium oder Teich hübsch aussieht, kann in unseren Gewässern rasch zum Problem werden. Verschiedene Kantone fordern die Bevölkerung daher auf, einheimische Pflanzen im Gartenteich zu bevorzugen. Einheimische Arten bieten einen doppelten Mehrwert: Sie sind nicht nur eine Augenweide, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Förderung und zum Erhalt der Biodiversität. Für die Sumpfzone eignet sich zum Beispiel die Wasserminze, für die Flachwasserzone Gemeiner Froschlöffel und Fieberklee und für die Tiefwasserzone die Grosse Teichrose oder der Teichenzian.
Das hingegen aus Afrika stammende Schmalrohr ist eine schnellwüchsige Unterwasserpflanze. Im Genfersee und in den Tessiner Seen hat sie sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet – insbesondere in Häfen, wo sie dichte Teppiche bildet und die Schifffahrt beinträchtigen kann.
(nfz)