«Eine WM ist immer ein besonderes Erlebnis»
26.06.2023 SportFootgolf-WM: Der Rheinfelder Malte Commandeur war einer von über 1000 Teilnehmenden
An der Weltmeisterschaft im Footgolf, in Orlando (USA), nahmen über 1000 Spielerinnen und Spieler (über 600 Herren) teil. Mit dabei war auch Malte Commandeur. Im Interview mit der NFZ ...
Footgolf-WM: Der Rheinfelder Malte Commandeur war einer von über 1000 Teilnehmenden
An der Weltmeisterschaft im Footgolf, in Orlando (USA), nahmen über 1000 Spielerinnen und Spieler (über 600 Herren) teil. Mit dabei war auch Malte Commandeur. Im Interview mit der NFZ erzählt der Rheinfelder, wie er diese gut zwei Wochen erlebt hat.
Jordi Küng
NFZ: Herr Commandeur, wie haben Sie persönlich die zweiwöchige WM im Footgolf in den USA erlebt?
Malte Commandeur: Eine Weltmeisterschaft ist immer ein besonderes Erlebnis. Die Crème de la Crème des Footgolfs aus über 40 Ländern zu erleben und ein Teil des Ganzen zu sein, ist eine aussergewöhnliche Erfahrung. Persönlich habe ich in meinen verschiedenen Einzelrunden mit Spielern aus Argentinien, Australien, Malaysia und Japan gespielt. Insgesamt war ich an neun Tagen im Einsatz. So blieb nicht sehr viel Zeit für die vielfältigen Rahmenprogramme übrig, was es ja im Walt Disney Resort zu genüge gegeben hätte.
Wie lief es Ihnen sportlich?
Im Vorfeld war es für mich schwer einzuschätzen, was ein gutes Ergebnis sein könnte. Von daher bin ich rückblickend sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich konnte die WM als drittbester Schweizer von sieben beenden. Den Cut der Top 100 nach drei Runden habe ich leider verpasst. Persönlich habe ich mich sehr darüber gefreut, dass ich am ersten Tag als bester Schweizer einen entscheidenden Beitrag für die Qualifikation für den Team-Wettbewerb geleistet habe. So konnten wir uns für die Top 24 qualifizieren. In der Gruppenphase sind wir dann gegen Weltklasse-Nationen wie Japan, Spanien und die Türkei ausgeschieden.
Konnte die Schweizer Delegation die sportlichen Erwartungen erfüllen?
Grundsätzlich haben wir als eine der kleinsten Nationen einen grossen Erfolg mit der Qualifikation für die Top 24 erreicht. Weiter konnte eine Spielerin von Footgolf Hitzkirch einen grandiosen 18. Platz bei den Damen erreichen. Wir haben die Schweizer Farben def initiv würdig vertreten und hatten unter den vier deutschsprachigen Nationen Deutschland, Liechtenstein, Österreich und Schweiz einen guten Kontakt untereinander.
Wie waren die mediale Resonanz und der Zuschaueraufmarsch?
Vor Ort waren es meist die Teilnehmer und die Begleiter, die zugeschaut haben. Der Livestream hat aber sämtliche Rekorde gebrochen und mit über zwei Millionen Livezuschauern eine unglaubliche Resonanz erfahren.
Wie geht es mit Footgolf weiter: Stehen nun nationale Turniere an?
Nach einer kleineren persönlichen Pause geht es bald mit verschiedenen nationalen Turnieren weiter. Es bleibt abzuwarten, wann und welche internationalen Turniere noch dazukommen.
Footgolf
Unter dem Titel «Wenn Fussball nach Golfregeln gespielt wird» berichtete die NFZ in der Ausgabe vom 26. Mai 2023 – im Vorfeld der WM – über diese Sportart, bei welcher die Spieler einen Fussball mit möglichst wenigen Schlägen/ Schüssen in einen im Boden eingelassenen Cup schiessen.
Der Name ist eine Kombination aus Fussball und Golf. Das Spiel kombiniert die beiden Sportarten und wird auf Golfanlagen gespielt.
Malte Commandeur erklärt: «Für uns Spieler von Footgolf Basel, mit einigen Fricktalern Aktiven, wäre es toll, wenn sich in der Umgebung (Fricktal) eine Golfanlage finden würde, die uns als Ergänzung zum Golf unterstützen würde. Dass wir insgesamt drei Spieler an die WM senden konnten, ist nicht hoch genug einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass wir zu-hause keine Trainingsmöglichkeiten haben.» (nfz)



