Wie spannend Bücher vorgestellt werden können, zeigten Lernende der Kreisschule Regio Laufenburg, als sie ihren Eltern und anderen Interessierten ihre Lieblingsbücher und fünf passende Gegenstände präsentierten.
Regula Laux
«Nachdem wir Buchvorstellungen im ...
Wie spannend Bücher vorgestellt werden können, zeigten Lernende der Kreisschule Regio Laufenburg, als sie ihren Eltern und anderen Interessierten ihre Lieblingsbücher und fünf passende Gegenstände präsentierten.
Regula Laux
«Nachdem wir Buchvorstellungen im Deutschunterricht bisher immer im Klassenverband vorgenommen hatten, suchten Sandra Schlatter und ich eine neue Präsentationsform», erklärt Sibylle Gersbach, Co-Schulleiterin der Kreisschule und Deutschlehrerin. Dass diese neue Idee grossen Anklang fand, bewiesen die vielen Besucherinnen und Besucher, die vergangenen Donnerstag trotz grosser Hitze in die Kreisschule nach Laufenburg kamen.
Pinsel, Chips und Trostpflaster
Die von den beiden Deutsch-Lehrerinnen gestellte Aufgabe an die Lernenden der beiden ersten Sek.- Klassen war klar: ein frei gewähltes Buch und dazu passende fünf Gegenstände möglichst spannend vorstellen und eine ausgesuchte Textpassage vorlesen. In ihre Begrüssungsrede liess Sandra Schlatter ebenfalls fünf Gegenstände einfliessen: Die Heissklebepistole («Bei der Vorbereitung der Präsentationsboxen wurde geklebt, konstruiert und manchmal auch geflucht»), der Pinsel («Manche Schülerinnen und Schüler fühlten sich beim Basteln und Malen wie im Kindergarten»), Zweifel-Chips («Auch bei uns Lehrerinnen kamen zwischendurch Zweifel auf: Kommt das gut? Überfordern wir die SchülerInnen? ...»), ein Glas kaltes Wasser («Diese Aktion ist für alle Beteiligten ein Sprung ins kalte Wasser. Das Präsentieren vor Publikum sehen wir aber auch als gutes Training der Auftrittskompetenz»), und last but not least: ein Trostpflaster («Wenn bei der Präsentation etwas schiefgeht, der Faden reisst oder ein Satz nicht stimmt, ist das überhaupt nicht schlimm!»).
Vom Kampf um das Recht auf Bildung
Im Anschluss an die Begrüssung setzten sich die Lernenden – wahrscheinlich mit leicht erhöhtem Herzschlag – hinter die vorbereiteten Tische und begannen, wenn eine kleine Schar von Zuhörenden beisammen war, mit ihrer Präsentation. Die ausgewählten Bücher deckten eine breite Palette ab: Von Astrid Lindgrens «Michel», über zahlreiche Fantasie-Bücher und «Die drei Fragezeichen» bis zu «Ich bin Malala» über ein fünfzehnjähriges Mädchen aus Pakistan, das um ihr Recht auf Bildung kämpft.
Aufwand hat sich gelohnt
«Ich denke, der grosse Aufwand hat sich gelohnt», so das Fazit von Sibylle Gersbach und Sandra Schlatter beim Aufräumen. Auf jeden Fall sind die Lehrerinnen sehr stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler. «Sie haben diese Herausforderung mit Bravour gemeistert und die Zweifel-Chips wurden gemeinsam verputzt», erklärt Sandra Schlatter augenzwinkernd.