Die Altstadtweihnacht in Laufenburg zog ein grosses Publikum an
Im täglichen Leben blüht der Online-Handel mit Waren aller Art. Andererseits boomen Weihnachtsmärkte. «Von Chur bis Genf und von Kreuzlingen bis Lugano – die Schweiz ist ein einziger grosser ...
Die Altstadtweihnacht in Laufenburg zog ein grosses Publikum an
Im täglichen Leben blüht der Online-Handel mit Waren aller Art. Andererseits boomen Weihnachtsmärkte. «Von Chur bis Genf und von Kreuzlingen bis Lugano – die Schweiz ist ein einziger grosser Weihnachtsmarkt», meldet der Tages-Anzeiger. Auch die Laufenburger Altstadtweihnacht hat auf dieser Landkarte seit 20 Jahren einen festen Platz.
Jean-Marc Felix
LAUFENBURG. «Mit der Eröffnung der Hochrheinbrücke am 17. Januar 2004 fand der erste gemeinsame Weihnachtsmarkt statt», erinnerte sich Ulrich Krieger, Bürgermeister von Laufenburg Baden, in seinen Begrüssungsworten zur Eröffnung der diesjährigen Altstadtweihnacht. Sein Schweizer Amtskollege, Stadtammann Herbert Weiss, hob die Nähe zwischen den beiden Städten hervor. «Ein paar Schritte über die Brücke», hielt er fest, «und schon ist man in der Schwesterstadt. Zwei Länder, eine Stadt.» Das wusste auch Stadtrat René Leuenberger, der sich als Vertreter des Gewerbes Region-Frick Laufenburg (Geref ) schon seit Jahren für den Weihnachtsmarkt einsetzt. Er wünschte allen «wunderbare Tage» und ergänzte schmunzelnd: «Wir sehen uns ja bald an der Fasnacht wieder.»
Lieber ein Gespräch als eine E-Mail
In dieser Zeit voller Widersprüche sehnen sich die Menschen offensichtlich nach traditionellen Werten: Schönen, handgemachten Weihnachtsschmuck «richtig» einkaufen, anstatt per Computer ordern. Im Freien an Stehtischen einen Glühwein trinken und eine Wurst vom Grill essen, anstatt hausgelieferte Pizza vor dem Fernseher verzehren.
Im Lichterglanz mit Freunden und Bekannten plaudern, anstatt zuhause am Pult E-Mails abarbeiten.
Es scheint, dass die Laufenburger Altstadtweihnacht diese Sehnsüchte jedes Jahr aufs Neue zu stillen vermag. Eine Besucherin aus Frankreich war zum ersten Mal hier und fühlte sich sehr wohl. Ihr fiel zum Beispiel auf, wie sich Menschen in kleineren und grösseren Gruppen angeregt unterhielten, zusammen über den Laufenplatz und die Rheinbrücke spazierten und vor den einzelnen Holzhäuschen verweilten. In unruhigeren Zeiten wie jetzt sind solche Rituale wohl besonders wichtig und wertvoll.