Rück- und Ausblicke des Gemeindeammannes, kulinarische Verwöhnung durch den Verein Rendez-Vous, beschwingte Klänge der MG Kaisten, Segen der Sternsinger und ganz besonders ein gemütliches Miteinander: das alles sorgte für einen gelungenen Kaister Neujahrsempfang.
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Rück- und Ausblicke des Gemeindeammannes, kulinarische Verwöhnung durch den Verein Rendez-Vous, beschwingte Klänge der MG Kaisten, Segen der Sternsinger und ganz besonders ein gemütliches Miteinander: das alles sorgte für einen gelungenen Kaister Neujahrsempfang.
Susanne Hörth
Das draussen herrschende triste Grau wich am Sonntag drinnen in der Kaister Mehrzweckhalle in gleich mehrfacher Hinsicht einer bunten und gemütlichen Stimmung. Die Musikgesellschaft zeigte sich bei der musikalischen Begrüssung am Neujahrsempfang nicht nur durch ihre orange Uniform heiter aufgestellt. «Höchst gelungen», bezeichnete Gemeindeammann Arpad Major die musikalischen Darbietungen. Das fand auch das Publikum und zollte das Können der MG immer wieder mit viel Applaus.
Etwas nachdenklicher wurde es dann bei der Rede des Gemeindeammannes. Er blickte zuerst über die Dorf- und Ländergrenzen hinweg und begann mit: «Wenn man in das Jahr 2023 zurückschaut, erschrickt man im ersten Moment. Der furchtbare Krieg in der Ukraine dauert noch immer an und im Nahen Osten ist ein weiterer hinzugekommen.» Weiter führte Major die steigenden Preise bei Lebensmitteln, Energie und Gesundheit an. Zudem würden mit der Migration und der Klimakrise zwei weitere Schwergewichte im Raum stehen. «Man könnte nun den Kopf hängen lassen und beklagen, dass wir in der schlimmsten Zeit unserer Geschichte stehen. Aber stimmt das wirklich?» Damit leitete der Redner auf das Positive über, welches auf globaler, nationaler und insbesondere in Kaisten stets auch immer mitbestimmte.
Blick nach vorne
Den Fokus nun auf die Gemeinde selbst gerichtet, erinnerte Arpad Major an das neue Gemeindehaus, das im Frühjahr 2023 bezogen und mit einem sehr gut besuchten Einweihungsfest gefeiert wurde. An jenem Fest wurde ebenfalls das neu gestaltete Mitteldorf der Bevölkerung offiziell übergeben. Für einmal hatte dann der Verkehr keinen Platz auf dieser Strasse. Vielmehr wurde sie zu einer gemütlichen Festmeile für die Menschen aus Kaisten und Dorfteil Ittenthal.
Viel zu diskutieren gab es an der Gemeindeversammlung im November. «12,5 Prozent der Stimmbevölkerung waren anwesend und haben damit gezeigt, dass die Demokratie bei uns aktiv gelebt wird», freute sich Major über das Mitwirken im Dorf auch in dieser Hinsicht. An jener «Gmeind» wurden wegweisende Zeichen für die Zukunft gesetzt. Unter anderem konnte der Steuerfuss dank der guten Finanzlage der Gemeinde auf 102 Prozent gesenkt werden. Weiter gehen in diesem Jahr die Planungen für einem Zentrum für familienergänzende Betreuung in die nächste Runde. Ein neues Kapitel wurde mit Jahresbeginn auch mit dem neuen Waldbetrieb Jura-Rhein aufgeschlagen. «Wir dürfen auf ein erfolgreiches Jahr 2024 hoffen», zeigte sich Arpad Major zuversichtlich.
Der Neujahrsapéro wurde dieses Jahr gemeinsam vom Gemeinderat und dem Verein Rendez-Vous ausgerichtet. Letzter begeisterte mit Hörnli und Gehacktem die Anwesenden. Eine so feine kulinarische Verwöhnung habe eindeutig Wiederholungscharakter, waren sich am Schluss viele einig.