Mittelalterliche Scheibenfibel aus Frick
In Frick wurde eine Scheibenfibel gefunden. Sie stammt aus dem Mittelalter, 10./11. Jahrhundert, und gehört nun zur archäologischen Sammlung des Kantons Aargau.
«Dieses Motiv kommt mir doch bekannt vor...», das ging dem ...
Mittelalterliche Scheibenfibel aus Frick
In Frick wurde eine Scheibenfibel gefunden. Sie stammt aus dem Mittelalter, 10./11. Jahrhundert, und gehört nun zur archäologischen Sammlung des Kantons Aargau.
«Dieses Motiv kommt mir doch bekannt vor...», das ging dem Archäologen durch den Kopf, als einer der freiwilligen Metalldetektorgänger der Kantonsarchäologie das Fundstück vorbeibrachte. Es war eine runde Scheibenfibel, erdverkrustet, doch darunter liessen sich farbige Einlagen und am Rand ein feines Muster erkennen. Die Fachleute im Restaurierungslabor legten die Fibel sorgfältig frei. Und erst dann zeigte sie ihre ganze Schönheit. Im zentralen Kreis ist ein stilisierter Hirsch mit zurückgeworfenem Kopf dargestellt, rundum sind Glaseinlagen in Blau- und Grüntönen eingelassen. Den Rand ziert ein f lorales Muster. Und die Fibel ist vergoldet.
Das Motiv erinnert an jenes auf der Scheibenfibel, die die Kantonsarchäologie 2023 in Wölflinswil bergen konnte. Diese ist derzeit in der «Vitrine Aktuell» im Vindonissa Museum ausgestellt. Der neue Metalldetektorfund aus Frick ist sogar noch schöner!
Eine Scheibenfibel ist eine runde, meist kunstvoll gestaltete Gewandspange, die als prunkvoller Verschluss für Kleidung und als Schmuckstück diente. Im Frühmittelalter massen diese oft über fünf Zentimeter im Durchmesser und waren oft Bestandteil der weiblichen Frauentracht. (mgt/fi/)