Ein Powertrio verursacht Chaos auf der Bühne
10.07.2026 RheinfeldenFricktaler Bühne und das Musical «Hello, Dolly!»
Nachdem bereits im April der Chor der Fricktaler Bühne mit den Proben begonnen hat, geht es in den nächsten Wochen auch bei den zehn Solistinnen und Solisten los mit den szenischen Proben. Für viel Wirbel auf ...
Fricktaler Bühne und das Musical «Hello, Dolly!»
Nachdem bereits im April der Chor der Fricktaler Bühne mit den Proben begonnen hat, geht es in den nächsten Wochen auch bei den zehn Solistinnen und Solisten los mit den szenischen Proben. Für viel Wirbel auf der Bühne sorgt der Geschäftsmann Horace Vandergelder mit seinen beiden Angestellten Cornelius und Barnaby. Wir stellen sie vor.
Marcel Hauri
Wer sich regelmässig Operetten, Opern oder Musicals zu Gemüte führt, weiss, dass die Literatur auf den Brettern, die die Welt bedeuten, meistens gespickt ist mit zahlreichen Missverständnissen, Scheinkonf likten oder Verwechslungen. Das ist beim Musical «Hello, Dolly!» des Komponisten Jerry Herman nicht anders. Mitverantwortlich für das Liebeschaos in New York ist der reiche, griesgrämige Kaufmann Horace Vandergelder, welcher auf der Suche nach einer Frau ist. In diese Rolle wird der in Basel wohnhafte Opernsänger Niklaus Rüegg schlüpfen. Er hat im Laufe seiner Karriere schon manche Bühne im In- und Ausland kennengelernt, verfügt über ein umfangreiches Konzertrepertoire in Lied und Oratorium und hat schon in zahlreichen Opern, Operetten und Musicals auf der Bühne gestanden. Die Fricktaler Bühne ist ihm bereits länger bekannt. 2016 spielte er bei «My Fair Lady» die Rolle des Oberst Hugh Pickering und im Jubiläumsjahr 2024 bei der «Gräfin Mariza» übernahm er den Part des Fürsten Dragomir Populescu.
«Rolle ist perfekt für mich»
Niklaus Rüegg freut sich sehr auf sein drittes Engagement bei der Fricktaler Bühne. «Die Rolle des Horace Vandergelder ist perfekt für mich. Ich kann meine polternde, ruppige Seite zeigen und zugleich hinter der rauen Fassade einen weichen Kern erkennen lassen», fasst er seine Rolle zusammen. Er freue sich sehr auf die Arbeit mit all den netten, professionellen Leuten, welche er fast alle schon von früheren Produktionen kenne. Niklaus Rüegg kennt auch die Regisseurin Anette Leistenschneider und ist überzeugt davon, dass es eine temporeiche, quirlige Show mit viel Humor geben wird.
«Eine bekannte Grösse»
Einer seiner beiden Angestellten ist Cornelius Hackl, verkörpert von Christian Menzi aus Zürich. Der gebürtige Glarner hat seine Musicalausbildung an der StageArt Musical&Theatre School in Adliswil absolviert und hat schon in zahlreichen Produktionen mitgespielt, u.a. auch bei der Niederdorfoper im Bernhardtheater. Die Rolle des Cornelius Hackl kennt er bestens, er hat sie bereits 2025 an der Operettenbühne in Sirnach gespielt. Die Fricktaler Bühne ist ihm ebenfalls schon länger bekannt. «Sie war schon während meiner Ausbildung zum Musicaldarsteller eine bekannte Grösse in der Region. Vor rund 15 Jahren durfte ich gemeinsam mit Jeanne-Pascale Künzli in einer Produktion auftreten. Durch diese Zusammenarbeit wurde mir die Fricktaler Bühne noch bewusster und ich begann, ihre Produktionen mitzuverfolgen. Wenige Jahre später wurde ich für ein Vorsingen bei ‘My Fair Lady’ eingeladen, womit ich meinem Ziel, einmal selbst auf dieser Bühne zu stehen, einen Schritt näherkam, nun hat es geklappt».
Sein Wunsch ist es, dass er als Person und in seiner Rolle als Cornelius Hackl, möglichst viel Schwung und Freude zu dieser Produktion beitragen kann. «Die Rolle des Cornelius Hackl liegt mir. Ich sehe Parallelen zu mir selbst – vor allem in seiner Begeisterungsfähigkeit, seinem Willen und Engagement. Gleichzeitig gibt es Eigenschaften, die mich herausfordern und die Rolle gerade deshalb spannend machen. Ob sie auf mich zugeschnitten ist, müssen wohl die Zuschauer beurteilen – ich spiele sie jedenfalls mit grosser Freude und Leidenschaft». Besonders freut er sich auf einen kreativen Entstehungsprozess mit dem gesamten Ensemble und er ergänzt, «obwohl die Geschichte dieselbe bleibt, wird diese Produktion einen ganz eigenen Charakter haben».
«Das Stück macht richtig Freude»
Der Dritte im Bunde, Barnaby Tucker, ist der liebenswerte, etwas naive und tollpatschige junge Gehilfe von Horace Vandergelder. In der Literatur ist er 17 Jahre alt und noch völlig unschuldig, was das Leben in einer Grossstadt angeht. Um dem strengen Regiment ihres Chefs zu entkommen, nutzt er zusammen mit Cornelius Hackl die Gelegenheit für einen Ausflug nach New York. Barnaby wird gespielt von Yves Ulrich. Der Luzerner durchlebte die gleiche Ausbildung wie sein Kollege Christian Menzi. Bei der Fricktaler Bühne wird er zum ersten Mal zu sehen sein. «Die verschiedenen Operettenbühnen sind in der Branche bekannt und somit kannte ich natürlich auch die Fricktaler Bühne. Ausserdem war ich selbst schon einige Male im Publikum bei Aufführungen mit dabei. Ich hoffe auf eine wundervolle Zeit in Rheinfelden. Das Stück macht richtig Freude und ich bin gespannt auf die Umsetzung von Anette Leistenschneider», blickt Yves Ulrich voraus auf die kommenden Monate.
Auch er hat die Rolle des Barnaby Tucker schon einmal gespielt und freut sich sehr auf eine neue Interpretation. «Mich selbst erkenne ich in dieser Figur schon ziemlich und freue mich, nun in Rheinfelden noch weitere Facetten dieser Rolle zu finden». Der gelernte Schauspieler und Bariton blickt erwartungsvoll auf alle bekannten und natürlich auch neuen Bühnenkolleginnen und -kollegen. «Gemeinsam dieses Stück zu erarbeiten und es dann selbstverständlich dem Publikum zeigen zu können», ist nun seine aktuellste Herausforderung in der noch jungen Karriere.
Weitere Infos und Tickets: www.hello-dolly.ch



