Ein dreifaches «Narri! Narro!»
28.01.2026 Laufenburgist bereit für die kommende Fasnacht
Am kommenden Donnerstag, dem 1. Faissen beginnt die närrische Jahreszeit. In der Fasnachtshochburg Laufenburg reiht sich insbesondere ab dem 3. Faissen, 13. Februar, ein Highlight an das nächste.
Susanne Hörth
...ist bereit für die kommende Fasnacht
Am kommenden Donnerstag, dem 1. Faissen beginnt die närrische Jahreszeit. In der Fasnachtshochburg Laufenburg reiht sich insbesondere ab dem 3. Faissen, 13. Februar, ein Highlight an das nächste.
Susanne Hörth
Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht – dieser Satz trifft auf die grenzüberschreitende Städtlefasnacht in Laufenburg in jeder Hinsicht zu. Die Planungen und die Koordination über den Rhein hinweg rund um das Fasnachtswochenende mit Salmanlandung, Open-Air-Guggen-Festival, Nachtumzug «Häxefüür» und dem Fasnachtsumzug am Sonntag betreffen nur einige der Grossanlässe. Jeder davon zieht Tausende von Teilnehmenden und ein ebenso grosses Publikum an – entsprechend umfassend ist die Organisation. Wie eingespielt die Teams sind, zeigte sich am Donnerstagabend bei der Vorstellung des diesjährigen Fasnachtsprogramms. Nach der Begrüssung – wie es sich für die Laufenburger Fasnacht gehört mit einem dreifachen «Narri! Narro?» – gab Martin Schmid, OK-Präsident der Städtlefasnacht, einen Überblick über die vielen Anlässe während der kommenden närrischen Tage. Sie beginnen am ersten Faissen, heuer am 29. Januar, um 5 Uhr morgens mit der Tschättermusik. Für alle, die es möglicherweise verschlafen hätten, ist dieses frühmorgendliche Tschättern der Weckruf in eine wahrhaft laute und kunterbunte Jahreszeit.
Eine Woche später, am 2. Faissen, wird erneut mehrfach «getschättert». Auf deutscher Seite findet zudem der «Wiiberklatsch» in der Alten Post statt, und auf Schweizer Seite öffnet erstmals die Barocker-Bar ab 20 Uhr.
Der Fisch ist im Netz
Richtig los geht das närrische Treiben dann am 12. Februar, dem 3. Faissen. Mit der Salmanlandung in der deutschen Codman-Anlage ist die Städtlefasnacht offiziell eröffnet. Ab dann reiht sich ein Anlass an den nächsten. Auf Schweizer Seite kommentieren am Abend des gleichen Tages ab 20.30 Uhr die vier Schnitzelbank-Gruppen «WunderKram», «Salm-Tratschä», «De Böög» und die «Laufenburger Spatzen» mit spitzer Zunge das Geschehen der letzten Monate. Sie ziehen durch die Lokalitäten «Zunftstube», «Adler», «Postillion» und «Swiss-Bar-Alpstübli».
Laut, fetzig und rhythmisch
Am Freitagabend, 13. Februar, geben 35 Guggen-Formationen den Takt in Laufenburg an. Für das Open-Air-Guggen-Festival mit fünf Bühnen, verteilt auf die beiden Altstädte, ist ein Eintritts-Pin obligatorisch. Ebenso für den Nachtumzug «Häxefüür» am 14. Februar. Dessen Verantwortliche machten am Presseanlas auch deutlich, wie begehrt die Teilnahme an den grenzüberschreitenden Laufenburger Anlässen ist. Laut den Organisatoren wollten sich rund 100 Gruppen für das nächtliche Spektakel anmelden. 56 Gruppierungen mit rund 1600 Teilnehmenden haben den Zuschlag bekommen. Auf deutscher Rheinseite ist bei diesem Anlass die Besucherzahl aus Sicherheitsgründen beschränkt. Auf Schweizer Seite gibt es keine Beschränkung.
Der Fasnachtssonntag beginnt mit einem ökumenischen Fasnachtsgottesdienst in der Kirche St. Johann. Um 14.11 Uhr startet dann der grenzüberschreitende Fasnachtsumzug. Der Montag gehört mit verschiedenen Aktionen den Kindern. Ihnen wird das Ende der Fasnacht am Dienstagnachmittag mit dem traditionellen Narrolaufen etwas versüsst. Die beiden Schwesterstädte zelebrieren das Ende der närrischen Tage nicht gleichzeitig: Während auf deutscher Seite die Fasnacht bereits am Dienstagabend verbrannt wird, ist dem «Böög» auf Schweizer Seite noch ein Tag mehr gegönnt, bis ihn um 20 Uhr beim alten Zeughaus die Flammen verschlingen werden.
Zum Thema Sicherheit erklärte OK-Präsident Martin Schmid, dass auch dieses Jahr auf Mehrwegbecher statt auf Glas gesetzt wird. Zudem habe eine Besprechung mit den Blaulichtorganisationen stattgefunden. Generell entspreche das Sicherheitskonzept – abgesehen davon, dass dieses Jahr mehr Security-Leute im Einsatz stehen – jenem der letztjährigen Fasnacht. «Ja, es werden auch Rucksäcke kontrolliert», wurde eine entsprechende Frage beantwortet. Martin Schmid machte zudem auf den Dreitagepass in Form eines Armbändels aufmerksam. Und selbstverständlich fehlt auch die gewohnte Keramikplakette nicht. Das Sujet zeigt die Salmanlandung.
Beeindruckt vom umfassenden Programm
Es sei sein erster offizieller Termin als Laufenburger Vizeammann, bedankte sich Martin Steinacher für die Einladung zur Vorstellung des Fasnachtsprogramms. Als kleiner Junge habe er einst am Laufenburger Narrenlaufen teilgenommen; an die dort verteilten Orangen könne er sich noch gut erinnern. Wie gross der Aufwand für die Fasnachtsorganisation sei, habe er nun als Stadtrat allein schon anhand des dicken Bündels Bewilligungsformulare in der Aktenauflage erfahren. Der Vizeammann zeigte sich voller Lob und gleichzeitig sehr dankbar dafür, dass mit dem Einsatz vieler das Fasnachtsbrauchtum in der Zweiländerstadt hochgehalten wird. Mehr Details zum Laufenburger Fasnachtsprogramm unter
Fasnacht-Laufenburg.org

