Weiterer Schritt im Projekt «Hochwasserschutz Bruggbach»
In Wölflinswil, Oberhof und Wittnau liegen im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz am Bruggbach die Gesuche für Probebohrungen auf. Die Untersuchungen sind nötig für den geplanten Bau von drei ...
Weiterer Schritt im Projekt «Hochwasserschutz Bruggbach»
In Wölflinswil, Oberhof und Wittnau liegen im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz am Bruggbach die Gesuche für Probebohrungen auf. Die Untersuchungen sind nötig für den geplanten Bau von drei grossen Rückhaltebecken.
Simone Rufli
«Hochwasserschutz Bruggbach» heisst das Projekt, in dessen Rahmen drei grosse Rückhaltebecken gebaut werden sollen – je eines in Wölflinswil beim Kreuzmatthof (Rückhaltevolumen 95 000 Kubikmeter), in Oberhof im Gebiet Bläje (Rückhaltevolumen 38 000 Kubikmeter) und in Wittnau bei der Panzersperre in Richtung Kienberg (Rückhaltevolumen 66 000 Kubikmeter). So gross die geplanten Becken, so weitreichend ihre Wirkung: Das zurückgehaltene Wasser wird auch Frick und Gipf-Oberfrick vor einem hundertjährlichen Hochwasser schützen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9,2 Millionen Franken. Der Bund, die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) und der Kanton übernehmen 6 Millionen, die Gemeinden zusammen 3,2 Millionen.
Im Juli 2025 waren entlang der Hauptbäche in den Gemeinden Oberhof, Wölflinswil, Wittnau, Gipf-Oberfrick und Frick als Grundlage für die weiteren Berechnungen und Projektierungen bereits Vermessungsarbeiten ausgeführt worden. Mit den Probebohrungen wird nun geklärt, ob der Baugrund geeignet ist, die Last der Wassermassen zu tragen.
Schutzdefizit aufgezeigt
Gewitter mit Starkregen lassen Gewässer in kurzer Zeit schnell ansteigen. Überschwemmungen sind die Folge – es sei denn, man findet Mittel und Wege, das Wasser dosiert abzuführen oder aufzuhalten. Dass es gar nicht erst zu Überschwemmungen kommt, dafür sorgt unter anderem die Gefahrenkarte Hochwasser. Sie zeigt Schutzdefizite auf. So geschehen am Bruggbach in Wittnau, Gipf-Oberfrick und Frick, am Wölf linswilerbach in Wölf linswil und in Oberhof am Pilger- und Benkerbach.
Erster Anlauf vor 12 Jahren
Im Jahr 2014 hatte Gipf-Oberfrick noch den Alleingang versucht und ein Hochwasserschutzprojekt mit baulichen Massnahmen entlang des Bruggbachs ausgearbeitet. Der Kredit war dann aber von der Gemeindeversammlung bachab geschickt worden. Im Jahr 2017 unternahm Gipf-Oberfrick einen neuen Anlauf, diesmal zusammen mit den Gemeinderäten von Oberhof, Wölf linswil, Wittnau und Frick. Dem Vorprojekt stimmten Bund und Kanton im Jahr 2023 zu.