Dieser Plan ist aufgegangen

  29.10.2026 Möhlin

Gute Nachrichten bei der Feuerwehr Möhlin

An der letzten Übung des Jahres wagt Kommandant Richard Urich einen ersten vorsichtigen Rückblick auf 2026.

Ronny Wittenwiler

Vergangene Woche machte die Feuerwehr Möhlin Schluss. Das fiktive Szenario: Feuer im Keller eines Logistik-Betriebs. Brandbekämpfung und Rettung mehrerer Personen aus den darüberliegenden Stockwerken. Der Atemschutz ist gefordert, teilweise gelangen die gefährdeten Personen via Leiter in Sicherheit. Der Kommandant Richard Urich zeigte sich im Anschluss zufrieden. «Es war eine gute Übung. Funktionierte ein Lösungsansatz nicht, hat man nach einem neuen gesucht. Ein solches Handeln ist auch in der Realität erforderlich.» Der Plan ist aufgegangen. Und wenn man so will, ging er bisher auch sonst ganz gut auf im Feuerwehrjahr 2026.

Stabiler Bestand, Schwankungen beim Einrückverhalten
Traditionell nutzt Urich den Termin der Schlussübung dafür, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. «Wir verzeichnen aktuell 110 Männer und Frauen in der Feuerwehr», sagte er. Hinzukommt, dass sich nach der Hauptprobe im vergangenen August weitere Personen dazu bereit erklärt hätten, sich in den Dienst der Feuerwehr zu stellen. «Wir konnten neunzehn Personen für das kommende Jahr rekrutieren.» Jene Hauptübung ist für die Feuerwehr jeweils die beste Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren und gleichzeitig junge Leute zu gewinnen. Dem guten Personalbestand zum Trotz unterliess es Urich nicht, auf einen wichtigen Punkt hinzuweisen: «Manchmal verzeichnen wir ein enorm gutes Einrückverhalten. Dann stehen plötzlich 95 Prozent bereit. Etwas Sorgen machen uns aber die markanten Schwankungen.» Darauf wolle die Feuerwehr Möhlin künftig schneller reagieren können – vorgesehen ist ein digitales System, mit dem sich die Alarmierung der Einsatzkräfte nach entsprechend notwendigem Bedarf koordinieren lässt.

Mehr im Einsatz als im Vorjahr
Aktuell steht die Feuerwehr Möhlin bei über achtzig Alarmeinsätzen. Damit liegt sie über dem Stand von 2025 zum selben Zeitpunkt. «Wir konnten dabei trotz wachsender Herausforderungen unserem Auftrag gerecht werden und wir haben keine verletzten Einsatzkräfte zu beklagen», sagt Urich. Das sind gute Nachrichten. Dann war Schluss. Schluss mit der letzten Übung. Die Feuerwehr aber bleibt allzeit bereit. Auch das: gute Nachrichten.


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