Dieser Funke soll überspringen
20.10.2026 FrickZuständig für die Gemeinden Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen wurde die Stützpunktfeuerwehr Frick im 2026 bereits 55-mal aufgeboten. Am Samstag war die Bevölkerung zur Endprobe eingeladen. Ob der Funke übergesprungen ist, wird die Rekrutierung am 11. November zeigen.
Simone ...
Zuständig für die Gemeinden Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen wurde die Stützpunktfeuerwehr Frick im 2026 bereits 55-mal aufgeboten. Am Samstag war die Bevölkerung zur Endprobe eingeladen. Ob der Funke übergesprungen ist, wird die Rekrutierung am 11. November zeigen.
Simone Rufli
Die Stützpunktfeuerwehr Frick hatte es am Samstagnachmittag mit einem in diesem Jahr seltenen Ereignis zu tun: Regen. Die Endprobe an der Oeschgerstrasse zwischen Frick und Oeschgen war darum auch etwas weniger gut besucht, aber nicht minder interessant und vielfältig als in anderen Jahren. Begrüsst wurden die Schaulustigen – darunter viele Gemeinderäte und Angehörige der Feuerwehr Frickingen – von Kommandant Dominik Schmid. Er leitete vom Wassermangel zur omnipräsenten Gefahr in diesem heissen, trockenen Sommer über: Waldbrand. Dessen Bekämpfung stand im Zentrum der diesjährigen Endprobe.
Dass es auf einem Feld oder im Wald brenne, sei grundsätzlich nichts Neues, darum habe die Stützpunktfeuerwehr im letzten Jahr verschiedene Ausbildungen dazu gemacht und sich intensiv mit den Waldungen in den drei Gemeinden befasst; insbesondere in den Gebieten Seckenberg, Homberg, Tiersteinberg. Um einen Waldbrand zu bekämpfen, brauche es nicht die Feuerwehr allein, so Schmid. «Forstteam, Bauamt, Zivilschutz, das regionale Führungsorgan, allenfalls weitere Spezialisten und Helikopter können zum Einsatz kommen.» Im 2025 hätten verschiedene Übungen dazu stattgefunden.
Im Einsatz meistens anders
Am Samstag wurden defensive Aktionen gezeigt, die im Ernstfall in Bereichen des Waldes ausgeführt werden, wo ohne Atemschutz gearbeitet werden kann. Mit Hacken und Rechen wurden Äste abgetrennt und Schneisen geschlagen, im zweiten Durchgang mit etwas grösseren Gartenschläuchen zusätzlich gewässert. Im Ernstfall sollen Schneisen und benetztes Unterholz das Feuer an der weiteren Ausbreitung hindern. «Das funktioniert, solange es nicht windet», betonte der Kommandant. Bei Wind breite sich das Feuer schnell nach oben über die Baumkronen aus.
Dominik Schmid bedankte sich bei seinen Leuten für die stete Einsatzbereitschaft und bei der Bevölkerung für das vorbildlich Verhalten in diesem Hitze-Sommer. «Wir sind dreimal zu einem Feldbrand ausgerückt. Es war sehr eindrücklich zu sehen, wie schnell das geht.» Ein Funke genüge, um ein zwei Hektar grosses Feld innerhalb einer halben Stunde komplett abzubrennen.
Selber aktiv werden
Bevor sich die Feuerwehrleute im Wald zu schaffen machten, luden sie die zahlreichen Schaulustigen, darunter viele Kinder, ein, an acht verschiedenen Posten selber aktiv zu werden, Material auszuprobieren, Feuer zu bekämpfen, eine Verkehrsumleitung zu machen oder erste Hilfe zu leisten. Wer sich traute, konnte sich in einer Rettungsschale an der Autodrehleiter hängend durch die Luft bewegen lassen. An der Sissle wurde gezeigt, wie der mobile Ölabscheider des Kantons funktioniert und es bot sich auch die Gelegenheit, einen Blick ins Pumpwerk Neumatt zu werfen sowie aufs Notstromaggregat, das die Gemeinde Frick beschafft hat, damit die Wasserversorgung auch bei einem längeren Stromausfall gewährleistet werden kann. Im Anschluss an die Vorführung waren alle eingeladen zum Apéro unter der Autobahnbrücke.
Am 11. November findet in Frick die nächste Rekrutierung statt.





