Niklaus Leemann
Heute, am 21. April 2026, ist der Fricktaler Steuerzahlergedenktag: Ab diesem Tag im Jahr arbeiten Fricktalerinnen und Fricktaler fürs eigene Portemonnaie. Was wir bis hierhin erwirtschaftet haben, floss in Steuern und Abgaben.
Achtung, jetzt wird’s kurz ...
Niklaus Leemann
Heute, am 21. April 2026, ist der Fricktaler Steuerzahlergedenktag: Ab diesem Tag im Jahr arbeiten Fricktalerinnen und Fricktaler fürs eigene Portemonnaie. Was wir bis hierhin erwirtschaftet haben, floss in Steuern und Abgaben.
Achtung, jetzt wird’s kurz technisch: Gezählt wurden nicht nur Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuern, sondern auch die Mehrwertsteuer auf den Konsum sowie die vollständigen Beiträge an die Sozialversicherungen. Grundlage sind durchschnittliche Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Fricktal. Kleines Detail: Unterstellt wurde ein Gemeindesteuerfuss von 100,52 % – ein nach Einwohnerzahl gewichteter Durchschnitt über alle Fricktaler Gemeinden. Und ja: Kaiseraugst feierte seinen Steuerzahlergedenktag schon vor zwölf Tagen.
War die Arbeit bis heute also einfach nur für die Katz? Natürlich nicht. Steuergelder werden ja (meistens) für etwas Sinnvolles eingesetzt. Nehmen wir die Bildungsausgaben: Selbst wer seine eigene Ausbildung längst abgeschlossen hat und weder Kinder noch Enkel hat, profitiert davon. Gute Schulen und Berufsbildung sichern Fachkräfte, Prosperität und Innovation – und damit die wirtschaftliche Zukunft, von der wir alle leben.
Trotzdem: Kaum jemand zahlt gerne Steuern. Bei allzu viel Frust hilft vielleicht der Blick nach Norden. In Deutschland fällt der Steuerzahlerzahlergedenktag erst auf den 13. Juli. Geniessen wir also ab heute den fiskalischen Frühling. Andere warten noch auf den Sommer.
In der Kolumne «Die Wirtschaft sind wir» beschreibt der Ökonom und Unternehmensberater Niklaus Leemann, wie die Wirtschaft fester Bestandteil unserer Gesellschaft und unseres Lebens ist.