Über 80 fantasievoll gestaltete Stühle schmücken derzeit die beiden Laufenburger Altstädte. Mal versteckt in einer Nische, mal offen am Geländer über dem Rhein, an einer Hauswand oder gar halbiert an Fensterläden befestigt.
Die von zahlreichen Frauen und Männern gestalteten ...
Über 80 fantasievoll gestaltete Stühle schmücken derzeit die beiden Laufenburger Altstädte. Mal versteckt in einer Nische, mal offen am Geländer über dem Rhein, an einer Hauswand oder gar halbiert an Fensterläden befestigt.
Die von zahlreichen Frauen und Männern gestalteten Objekte laden zum Innehalten und Staunen ein.
Susanne Hörth
Ein Stuhl ist weit mehr als nur eine Sitzgelegenheit. Besonders dann, wenn er seine ursprüngliche Funktion längst erfüllt hat und in Kellern, Dachböden oder Abstellräumen ein stilles Dasein fristet. Aus diesem Schatten herausgeholt und ins beste Licht des öffentlichen Raums gerückt, präsentieren sich nun über 80 Stühle in Laufenburg. Bunt bemalt, mit Naturmaterialien geschmückt, mit Stoff überzogen, zu Blumenkisten umfunktioniert oder als Vogeltränke neu interpretiert – all das und viele weitere kreative Ideen wurden von Gestalterinnen und Gestaltern beidseits des Rheins umgesetzt.
Mit ihren fantasievollen Kreationen beteiligen sie sich an «Stühle verrückt», der diesjährigen grenzüberschreitenden Sommerdeko-Aktion. Zahlreiche Mitwirkende sowie weitere Gäste nahmen am Montagabend an der Vernissage teil.
Entdecken und noch mehr erleben
«Die Stühle erzählen Geschichten, wecken Erinnerungen, laden zum Nachdenken oder einfach zum Schmunzeln ein», freute sich Franziska Winter, Präsidentin des Fördervereins Tourismus Laufenburg. Die Stühle, die an unterschiedlichsten Orten und in versteckten Nischen der Altstädte zu entdecken sind, würden noch zu viel mehr einladen, zeigte sie sich überzeugt: «Sie laden ein, die besondere Atmosphäre der beiden Altstädte zu erleben und zu geniessen.»
Ihr grosser Dank galt nicht nur den Kunstschaffenden, sondern besonders Jutta Leuenberger. «Bei ihr laufen wiederum alle Fäden der Sommeraktion zusammen. Zudem hat sie selbst acht von ihren gestalteten Stühlen beigesteuert», betonte Winter.
An jedem Stuhlobjekt ist eine Karte befestigt, über deren QR-Code auch ersichtlich ist, ob der Stuhl zum Verkauf steht. Die Einnahmen fliessen in zukünftige Deko-Aktionen in den Altstädten. Bürgermeister Ulrich Krieger – seine Ratskollegen auf Schweizer Seite waren aufgrund einer Sitzung verhindert – gratulierte zur «verrückten Stuhlaktion» und zeigte sich erfreut über so viel gelebte Kreativität beidseits der Grenze.
Begleitend zur Sommerdeko-Aktion bietet Tourist Info eine Schnitzeljagd an. Bis zum 15. September sind die «verrückten Stühle» in den Altstadtgassen und zahlreichen Schaufenstern zu entdecken. Die diesjährige Aktion des Fördervereins Tourismus Laufenburg soll Einheimische wie Gäste gleichermassen einladen, die Altstadt neu zu erleben, so Franziska Winter. «Manchmal genügt ein verrückter Stuhl, um eine Stadt ganz neu zu entdecken.»