Traditionsrestaurant steht immer noch leer
Seit gut einem halben Jahr sind die Türen beim Restaurant Feldschlösschen in der Rheinfelder Altstadt geschlossen. Die Eigentümerschaft hat noch keinen neuen Wirt gefunden.
Valentin Zumsteg
An bester Lage ...
Traditionsrestaurant steht immer noch leer
Seit gut einem halben Jahr sind die Türen beim Restaurant Feldschlösschen in der Rheinfelder Altstadt geschlossen. Die Eigentümerschaft hat noch keinen neuen Wirt gefunden.
Valentin Zumsteg
An bester Lage – mitten in der Rheinfelder Marktgasse – wartet das Traditionsrestaurant Feldschlösschen am Rhein darauf, aus dem Dornröschenschlaf geküsst zu werden. Seit dem vergangenen Sommer ist das Traditionslokal geschlossen; die vormaligen Pächter mussten Konkurs anmelden. Seither sucht die Eigentümerin, die Zürcher Pensionskasse Pensimo, nach einer neuen Wirtin oder einem neuen Wirt. Bisher verliefen diese Anstrengungen erfolglos. «Wir bemühen uns nach wie vor um einen neuen Pächter. Wir stehen diesbezüglich auch mit dem Rheinfelder City-Management im Austausch», erklärt Mike Siering, Sprecher der Pensimo Management AG, auf Anfrage der NFZ.
Grossbrand 1978
Das Restaurant Feldschlösschen verfügt nicht nur über eine pittoreske Fassade und zahlreiche Aussenplätze in der Marktgasse, sondern ebenso über eine wunderbare Terrasse auf der Rheinseite. Auch im Innern bietet das Lokal viel Platz. Die Rheinfelder Brauerei Feldschlösschen hat in den vergangenen Monaten geprüft, ob sie das Restaurant pachten soll, sich aber schliesslich dagegen entschieden (die NFZ berichtete). Das hätte sehr gut gepasst, denn das Gasthaus ist 1899 im Auftrag von Feldschlösschen gebaut worden und hat damals zwei ältere Häuser ersetzt. 1978 zerstörte ein Grossbrand das Innere des Gebäudes, anschliessend gab es einen Neuausbau. Der Brand verschonte glücklicherweise den bemerkenswerten Innenhof. «Seine originale Glasverdachung in Form einer Stichbogentonne schmücken üppige buntfarbene Friese, in denen sich blühender Hopfen und Weintrauben ranken», ist dem Buch «Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band IX» zu entnehmen. Sie sind heute noch zu bewundern.
«Es gibt Interessenten»
Das ändert aber nichts daran, dass bislang kein Wirt gefunden werden konnte: «Es gibt Interessenten», erklärt Mike Siering. Klar ist, dass die Liegenschaft weiterhin als Restaurant genutzt werden soll. Pensimo lässt deswegen die Heizung, die Haustechnik, die Oblichter und die Terrasse zum Rhein sanieren. «Die Sanierungen laufen wie geplant», betont Siering.
Für alle Einheimischen und Gäste bleibt damit zu hoffen, dass dieses traditionsreiche Restaurant bald wieder zum Einkehren einlädt.