Die Waldstrasse zwischen Rheinfelden und Möhlin ist für Velofahrer seit Jahren ein Ärgernis. Die geplante Sanierung wird mit dem Leitungsbau der AEW Energie AG koordiniert und beginnt nicht vor 2028.
Valentin Zumsteg
Bei Velofahrern ist die Waldstrasse zwischen Rheinfelden und ...
Die Waldstrasse zwischen Rheinfelden und Möhlin ist für Velofahrer seit Jahren ein Ärgernis. Die geplante Sanierung wird mit dem Leitungsbau der AEW Energie AG koordiniert und beginnt nicht vor 2028.
Valentin Zumsteg
Bei Velofahrern ist die Waldstrasse zwischen Rheinfelden und Möhlin berüchtigt. «Der Belag ist derart schlecht, dass man sich als Velofahrer ernsthaft überlegen muss, ob man diese Strecke überhaupt noch befahren möchte», schrieb ein Rheinfelder vergangene Woche in einem Leserbrief, der in der NFZ abgedruckt wurde. Tatsächlich ist die Verbindung in einem schlechten Zustand – und dies seit vielen Jahren.
Zuerst jahrelang hängig, dann sistiert
Die Stadt Rheinfelden will die Strasse, die rund einen Kilometer lang ist, schon seit langem sanieren, denn der bisherige Gloritbelag hat sich nicht bewährt. Er muss immer wieder ausgebessert werden. Im Jahr 2019 hat die Gemeinde deshalb ein Baugesuch eingereicht, doch dagegen gab es Opposition. Zwei Einwendungen – von einer Privatperson und einem Verband – sind damals eingegangen (die NFZ berichtete). Die Einsprecher wehren sich gegen den Einbau eines Asphaltbelags. Weil keine Lösung gefunden werden konnte, blieb das Baugesuch jahrelang hängig. Im vergangenen Jahr kam es dann zu einer neuen Entwicklung: Die Stadt sistierte das Baugesuch, dies wegen dem Ausbau der Fernwärme-Versorgung. Die AEW Energie AG plant eine neue Wärmezentrale auf dem Areal der Saline Riburg. «In diesem Zusammenhang muss wegen der limitierten Kapazität der bestehenden Wärmeleitung eine neue Transitleitungen über die Waldstrasse nach Rheinfelden verlegt werden. Die Stadt Rheinfelden und die AEW Energie AG möchten mit dem koordinierten Bau der Transitleitung und der Sanierung der Waldstrasse bauliche Synergien nutzen», hält Vizestadtschreiberin Christine Schibler gegenüber der NFZ fest. Für die Transitleitung wird die AEW Energie AG eine eigene Baueingabe vornehmen. «Die Realisierung soll sodann gemeinsam und koordiniert erfolgen», so Schibler.
Nicht vor 2028
Vor einem Jahr ging man bei der Stadt noch davon aus, dass ein Baubeginn im besten Fall 2027 erfolgen kann. Mittlerweile hat sich das weiter nach hinten verschoben: «Mit dem Baubeginn ist frühestens 2028 zu rechnen, in Abhängigkeit des Projektfortschritts der AEW Energie AG», so Christine Schibler. Klar ist aber schon jetzt, dass während der Leitungsarbeiten und der Sanierung die Strasse gesperrt bleibt.
Fazit: Die Velofahrer müssen sich also in Geduld üben und weiterhin versuchen, den zahlreichen Schlaglöchern auszuweichen. «Der Zustand der Strasse ist je nach Abschnitt unterschiedlich gut», erklärt Schibler dazu. «Wo nötig, werden immer wieder Notreparaturen ausgeführt. Der Radweg erfüllt die Anforderungen an eine lokale Radroute. Zum Vergleich: Andernorts führt die Radroute über Feldwege.» Das sehen aber nicht alle Velofahrer gleich.