Die Lieblingsfrucht der Schweizer
18.10.2024 FricktalDer Apfel ist die meistangebaute Frucht in der Schweiz
Kürzlich feierte die Schweiz den Tag des Apfels – die Lieblingsfrucht der Schweizer Bevölkerung. Über 1000 Apfelsorten gibt es in der Schweiz und manche sind bereits mehrere hundert Jahre alt, andere erst ein paar ...
Der Apfel ist die meistangebaute Frucht in der Schweiz
Kürzlich feierte die Schweiz den Tag des Apfels – die Lieblingsfrucht der Schweizer Bevölkerung. Über 1000 Apfelsorten gibt es in der Schweiz und manche sind bereits mehrere hundert Jahre alt, andere erst ein paar Jahrzehnte.
Der Apfel ist mit einer Fläche von knapp 3700 Hektaren die meistangebaute Frucht in der Schweiz. Er ist ausserdem die beliebteste Frucht der Schweizerinnen und Schweizer. Rund 16 Kilogramm pro Kopf essen sie jährlich.
Der Schweizer Obstverband erwartet dieses Jahr eine Apfelernte von fast 103 600 Tonnen und damit eine leicht bessere Ernte als letztes Jahr. Obwohl der nasse Frühling die Produzentinnen und Produzenten forderte und der Schutz der Apfelkulturen so deutlich mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nahmen, seien die Apfelbäume dank der guten Pflege gut behangen und die Früchte sähen vielversprechend aus, so der Obstverband. Die Ernte dauert noch bis Ende Oktober.
Clubsorten sind Apfelsorten, die markenrechtlich geschützt sind. Nur Clubmitglieder können die Bäume pflanzen und die Apfelsorte verkaufen. Sie müssen sich dabei an gewisse Spielregeln halten: Der Club legt fest, wie viel Äpfel produziert werden und wie gross und wie süss die Äpfel sein müssen.
Alte Apfelsorten, die in Vergessenheit gerieten
Sie heissen Eierlederapfel, Schweizer Orangenapfel, Berner Rose oder Goldparmäne – und unter anderem Pro Specie Rara bemüht sich darum, dass diese traditionellen und seltenen Sorten wieder in den Ladenregalen zu finden sind. Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick und Detailhändlerin Coop wurde vor ein paar Jahren ein Projekt lanciert, mit denen der Anbau dieser alten Sorten gefördert werden soll. Das Projekt habe sich in den letzten Jahren von der Produktionsmenge her auf einem Niveau stabilisiert, welches der Marktnachfrage entspreche, erklärt Gertrud Burger von Pro Specie Rara. So fänden die alten Apfelsorten bei den Konsumentinnen und Konsumenten durchaus Anklang und so biete Coop in den letzten Jahren je nach Ernte etwa 10 Pro-Specie-Rara-Apfelsorten in der gesamten Schweiz ab Herbst bis in den Frühsommer an. «Coop setzt auf die beliebtesten und hinsichtlich Resistenz sowie Lagerfähigkeit geeignetsten Sorten», sagt Mediensprecherin Melanie Grüter. «Das Angebot ist bei den beiden alten Sorten ‹Sauergrauech› und ‹Glockenapfel›, ein bis in den Frühsommer haltbarer Apfel, jeweils am grössten», ergänzt Gertrud Burger von Pro Specie Rara. (mgt)
Die beliebtesten Sorten
1. Gala
Die Sorte Gala ist die klare Nummer eins unter den Schweizer Äpfeln. Der Apfel stammt aus Neuseeland, wo er bereits 1934 gezüchtet worden ist. Er ist süss und hat ein festes Fruchtfleisch. Obwohl er verkaufsmässig am beliebtesten ist, landet er in Blindtests oft auf unteren Rängen der Konsumentengunst.
2. Golden Delicious
Der grüne Apfel wurde 2010 von Gala vom Spitzenplatz verdrängt. Golden Delicious stammt ursprünglich aus West Virginia in den USA. Er hat einen milden, süsslichen Geschmack und festes Fruchtfleisch.
3. Braeburn
Wie Gala stammt auch der Braeburn aus Neuseeland. Er wurde in den 1950er-Jahren als Zufallssämling entdeckt. Das Fruchtfleisch ist fest und der Geschmack süsssäuerlich. Braeburn ist laut Obstverband eine der Sorten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt.

