Sie gehört zum Gründungsteam der Rheinfelder Drei Könige. Nach 32 Jahren beendet Charlotte Burkhard nun ihr Engagement. Sie und ihr Mann bleiben den Königen aber verbunden.
Valentin Zumsteg
Es ist wie oft im Leben: Die Männer stehen bei den Rheinfelder ...
Sie gehört zum Gründungsteam der Rheinfelder Drei Könige. Nach 32 Jahren beendet Charlotte Burkhard nun ihr Engagement. Sie und ihr Mann bleiben den Königen aber verbunden.
Valentin Zumsteg
Es ist wie oft im Leben: Die Männer stehen bei den Rheinfelder Drei Königen im Vordergrund, wenn sie jeweils in der Adventszeit vor dem Rathaus Geld für einen guten Zweck sammeln und sich bei jeder Gabe verbeugen und mit den Stäben klopfen. Doch ohne die Frauen – hier Hofdamen genannt
– gäbe es die ganze Institution nicht. Charlotte Burkhard hat 1993 zusammen mit ihrem Mann Nik und Marianne Schärrer die Rheinfelder Drei Könige ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Für den neuen Rheinfelder Kinderhort sollte Geld gesammelt werden. Dafür wurden Männer in Könige verwandelt, schön gewandet und kräftig geschminkt.
«Etwas Gutes soll nicht verschwinden»
Seither sind drei Jahrzehnte vergangen und Charlotte Burkhard hat sich in all den Jahren unermüdlich für die Drei Könige eingesetzt. Doch jetzt hört sie auf. «32 Jahre sind genug», sagt die 79-Jährige mit einem Lachen. Sie hat sich schrittweise zurückgezogen, doch war sie auch in der vergangenen Adventszeit noch aktiv und hat den Königen bei der Auswahl der Kleider und beim Schminken geholfen. Zum letzten Mal.
Sie freut sich, dass es gelungen ist, Nachfolgerinnen zu finden. «Es ging mir immer darum, dass es weitergeht. Etwas Gutes wie die Drei Könige soll nicht verschwinden», sagt Charlotte Burkhard. Sie und ihr Mann Nik schätzen, dass in den vergangenen 32 Jahren zwischen 150 000 und 200 000 Franken gesammelt werden konnten. «Je schlechter die Wirtschaft lief, desto grosszügiger haben die Leute gespendet», schildert Nik Burkhard. Seit der Kinderhort «Zottelbär» von Familea Basel übernommen wurde, kommt das Geld der Förderung von Kindern und Jugendlichen zugute.
«Heute bedeutet es etwas»
In der Anfangszeit war es gar nicht so einfach, genügend Könige für die Auftritte an den vier Advents-Wochenenden zu finden. Das hat sich mittlerweile geändert. «Es hat sich eine gute Eigendynamik entwickelt. Heute bedeutet es etwas, zu den Drei Königen zu gehören», sagt Charlotte Burkhard. Auch der Stadt sei es wichtig, dass es diese Institution weiterhin gibt. Sie ist mittlerweile aus der Rheinfelder Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken und das gesammelte Geld ist bei den begünstigten sozialen Einrichtungen hoch willkommen. «Für mich stimmt es, dass ich jetzt auf höre. Ich kann die Drei Könige in der Adventszeit ja weiterhin besuchen», schmunzelt Charlotte Burkhard. Die Könige freuen sich, wenn Charlotte in Zukunft mal vorbeischaut. Adrian Kohler formuliert es so: «Ohne sie gäbe es uns gar nicht. Liebe Charlotte, nicht nur wir, sondern die vielen Kinder und Jugendlichen, die dank der Königssammlung Unterstützung erfahren haben, sind dir zu grossem Dank verpflichtet. Wir klopfen weiter, auch zu deinen Ehren.»