Wandern und Natur geniessen
Prächtiges Wanderwetter, tolle Aussicht und viele gute Diskussionen waren Kernpunkte der diesjährigen Wanderung der Gruppe um den Zuzger Pius Koller.
Es war dies die fünfte Wanderung der Gruppe. Der Weg führte einmal mehr über diverse ...
Wandern und Natur geniessen
Prächtiges Wanderwetter, tolle Aussicht und viele gute Diskussionen waren Kernpunkte der diesjährigen Wanderung der Gruppe um den Zuzger Pius Koller.
Es war dies die fünfte Wanderung der Gruppe. Der Weg führte einmal mehr über diverse Jurahöhen.
Hans Zemp
Das Wandern kann echt begeistern, wenn einem das Wetter entsprechend entgegenkommt. Wanderleiter Pius Kollers Absicht war es diesmal, von Oensingen über Jurahöhen nach Biel zu wandern. Auf der geplanten, 55 Kilometer langen Strecke waren gut 2500 Meter Steigung und gleich viel Gefälle zu bewältigen. Dies sind ungefähr 95 Leistungskilometer. Die acht Wanderfreudigen, zwei konnten unerwartet nicht mitgehen. Morgens um halb sechs Uhr begaben sich die Männer und Frauen auf den Weg. Fünf von ihnen haben Fricktaler Wurzeln, wohnen oder arbeiten teils auch im Fricktal. Die andern drei haben ihr Daheim in der Innerschweiz. Der Aufstieg führte hinauf zur Schwengimatt (1037 m ü. M.) und zur Bättlerchuchi mit ihrem wunderbaren Aussichtspunkt. Man konnte über das Mittelland hinweg zu den Alpen der Ostschweiz bis hin zur Westschweiz eine prächtige Aussicht geniessen. Beim Eintreffen der Wandergruppe wartete Christian Kuhle bereits mit einem Znüni auf die Wanderschar.
Nur kurze Pausen waren möglich
Nach dem Imbiss führte der Weg weiter zum Balmberg. Der wunderbaren Aussicht zuliebe konnte hier wieder eine kurze Pause eingeschaltet werden, bevor die Etappe über das Balmfluechöpfli, Röti und Weissenstein zur Hasenmatt (1289 m ü. M.) unter die Füsse genommen wurde. Hier oben, auf 1415 Metern, war Mittagsrast.
Nach kurzer Verpf legungszeit führte der Weg weiter über den Grenchenberg, vorbei am Unesco Weltnaturerbe am Bettlachstock. Der Bettlachstock beheimatet ein jahrhundertealtes Waldreservat mit altem Buchenwaldbestand. Das Schutzgebiet ist darum ein urwüchsiger und unberührter Naturwald, der vielen Pf lanzen und Tieren ungestörten Lebensraum bietet. Im Jahr 2020 wurde das Gebiet als Weltnaturerbe für alte Buchenwälder als Schutzgebiet aufgenommen. Im Restaurant Stierenberg unterhalb des Grenchenbergs war die wohnverdiente Zvieripause mit einer kurzen Einkehr angesagt. Mit der Durchwanderung der Klus bei Frinvillier und der Querung der mystischen und wildromantischen, sehenswerten Taubenlochschlucht erfolgte nun der Abstieg zum Bahnhof nach Biel durch eine eindrucksvolle Feldlandschaft. Die ganze Wanderroute wurde in vierzehneinhalb Stunden bewältigt.
Die Wanderung war ein echtes Erlebnis
Vom Bahnhof Biel aus fuhren die Wanderinnen und Wanderer nach Wangen an der Aare zum Spaghettiessen bei Familie Kuhle. Bei den Gesprächen erhielten rückblickend die Schönheit der Wanderung mit den guten Wegen, die einmaligen Aussichten auf die Alpen, die prächtige Natur, die Aare, die Seenlandschaft mit den Seen und die Bergwelt Würdigung.
Zur guten Stimmung trug wesentlich bei, dass alle die vierzehneinhalbstündige Tour und damit die ungefähr 95 Leistungskilometer meisterten. Dies gibt den stolzen Durchschnitt von knapp mehr als neun Minuten pro Kilometer, Pausen eingerechnet. «Alle hielten super durch, und sie dürfen stolz auf ihre Leistung sein», meint Wanderleiter Pius Koller. Dass solche Efforts zusammenschweissen, zeigt auch die Tatsache, das rund die Hälfte dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer am kommenden 20. Juni den Gotthardmarsch bestreiten werden.