Förderzentrum für Jugendliche mit Lern- und Unterstützungsbedürfnissen
Seit dem Schuljahr 2025/2026 bietet die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) ein schulinternes Förderzentrum für Jugendliche mit ausgewiesenem Förderbedarf an. Die Verantwortlichen sind ...
Förderzentrum für Jugendliche mit Lern- und Unterstützungsbedürfnissen
Seit dem Schuljahr 2025/2026 bietet die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) ein schulinternes Förderzentrum für Jugendliche mit ausgewiesenem Förderbedarf an. Die Verantwortlichen sind mit der Entwicklung des neuen Angebots zufrieden.
Janine Tschopp
In den letzten Jahren sind die Zahlen der Schülerinnen und Schüler mit ausgewiesenem Förderbedarf gestiegen. So werden bei immer mehr Kindern und Jugendlichen neurobiologische Entwicklungsstörungen wie Autismus, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) oder ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) diagnostiziert. Auch allgemeine Lernstörungen und Lernblockaden können Gründe sein, warum Schülerinnen und Schüler temporär oder längerfristig Unterstützung benötigen.
Schulinternes Förderzentrum
Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) hat diesen Entwicklungen Rechnung getragen und auf das Schuljahr 2025 /2026 ein schulinternes Förderzentrum für Jugendliche mit ausgewiesenem Förderbedarf aufgebaut. Am vergangenen Donnerstag hat sie zu einer Presseinformation eingeladen.
Geleitet wird das Förderzentrum durch die schulische Heilpädagogin Rahel Meyer. Gemeinsam mit den Lehrpersonen Albulena Shabani und Dielleza Shabani bietet sie im Förderzentrum, das in einem Schulzimmer im BZF (Berufsbildungszentrum Fricktal) eingerichtet wurde, individuelle Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler an. Die Lehrpersonen vom Förderzentrum sind jeweils in engem Austausch mit der Schulleitung, der Fachschaft Schulische Heilpädagogik, den Lehrpersonen der Regelklassen und den Eltern. Je nach Bedarf besuchen die Jugendlichen das Förderzentrum nur temporär oder auch längerfristig. Durchschnittlich sind es 20 bis 30 Schülerinnen und Schüler, die wöchentlich im Förderzentrum beschult werden. «Es kann sein, dass ein Kind von Montag bis Donnerstag im Förderzentrum beschult wird und am Freitag die Regelklasse besucht», nennt Rahel Meyer ein Beispiel und betont: «Unser Ziel ist immer, dass die Jugendlichen wieder in die Regelklasse integriert werden können.»
Zu wenige Sonderschulplätze im Kanton Aargau
Der KUF-Vorstand hat das Angebot des Förderzentrums von Anfang an stark gefördert und unterstützt. «Im Kanton Aargau haben wir das Problem, dass es zu wenige Sonderschulplätze gibt», beschreibt Carole Binder-Meury, KUF-Vorstandsmitglied, Grossrätin und Gemeindepräsidentin von Magden, und fährt fort: «Um das System zu entlasten, müssen die Gemeinden selbst ein Angebot auf die Beine stellen. Mein Wunsch wäre, dass die Gemeinden für solche Angebot vom Kanton finanziell unterstützt würden.» KUF-Schulleiter Frank Jonas ergänzt, dass Schülerinnen und Schüler mit Mehrfachbeeinträchtigungen und komplexen Beeinträchtigungen im Förderzentrum nicht aufgenommen werden können. Er erklärt: «Wir verfügen nicht über die dafür notwendigen personellen und strukturellen Ressourcen.»
«Die Kinder sind sehr dankbar»
Lehrpersonen, Vorstand und Schulleitung sind mit der Entwicklung des Förderzentrums sehr zufrieden. «Wir haben durchgehend positive Rückmeldungen. Die Kinder sind sehr dankbar», freut sich Rahel Meyer und ergänzt: «Ohne die unterstützende Schulleitung und die engagierten Lehrpersonen und schulischen Heilpädagoginnen würde es nicht so gut funktionieren.» Die KUF-Vorstandsmitglieder Susanna Schlittler, Carole Binder-Meury und Sandra Leubin betonen: «Für Kinder und Eltern ist es ein Lichtblick. Das Förderzentrum bietet eine grosse Entlastung.»
Frank Jonas zeigt sich ebenfalls zufrieden und meint: «Das Förderzentrum hat im Laufe des Schuljahres immer mehr Fahrt aufgenommen. Wir werden das Angebot auch im kommenden Schuljahr 2026/2027 fortführen.» Dies auch im Hinblick darauf, dass die Zahlen der Jugendlichen mit ausgewiesenem Förderbedarf weiterhin steigen werden.