Generalversammlung von Jagd Aargau
«Ein Drittel der Fläche des Kantons Aargau besteht aus Wald», gab Gerhard Wenzinger, Präsident von Jagd Aargau an der Generalversammlung zu bedenken und betonte: «Der Wald soll als Lebensraum erhalten werden.»
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Generalversammlung von Jagd Aargau
«Ein Drittel der Fläche des Kantons Aargau besteht aus Wald», gab Gerhard Wenzinger, Präsident von Jagd Aargau an der Generalversammlung zu bedenken und betonte: «Der Wald soll als Lebensraum erhalten werden.»
Wie Wenzinger einräumte, verspüre er wenig Freude am zunehmenden Druck auf den Wald durch die Freizeitnutzung. Dabei spielte er auch auf einen Vorstoss im Grossen Rat an, in dem der Regierungsrat aufgefordert wird, zu prüfen, welche gesetzlichen Bestimmungen geändert werden müssten, damit auf allen in den offiziellen Karten der Landestopografie im Massstab 1:25 000 eingezeichneten Wegen mit dem Fahrrad gefahren werden darf.
«Wir Jägerinnen und Jäger sehen uns als Vertreter der Wildtiere, betonte Wenzinger. «Daher muss zwingend an der bisherigen Regelung festgehalten werden – das selbstverständlich immer im Kontakt mit den lokalen Behörden.»
Als erfreulich bezeichnete er in seinem Jahresbericht das freiwillige Moratorium der Jagd auf Wasservögel. Er dankte der Jägerschaft, die mit dem Moratorium ein wichtiges Zeichen nach aussen gesetzt habe. Lobende Worte fand er auch für das «Waschbär Podium», das von der Sektion Jagd und Fischerei organisiert worden war, und das auf starkes Interesse gestossen ist.
Waschbär und Biber
Auch Regierungsrat Stephan Attiger ging in seiner Grussbotschaft unter anderem auf die Neozoen ein. «Der Waschbär ist eine grosse Herausforderung», stellte er fest und versicherte: «Wir gehen diese Herausforderung an. Dabei gibt es in der Bevölkerung noch Auf klärungsarbeit zu leisten.» Eine Herausforderung stelle aber auch der Biber dar so Attiger. Wie er sagte, würden die Arbeiten am «Massnahmenplan Biber» zwar auf Hochtouren laufen. Man müsse aber in bestimmten Punkten noch auf den Bund warten.
Zur Freizeitnutzung des Waldes, insbesondere durch den Bike-Sport erklärte Regierungsrat Attiger: «Die Freizeitnutzung muss gesteuert werden. Ich bin überzeugt, dass sich damit etwas erreichen lässt. Es braucht eine Lenkung. Das geht aber nur gemeinsam. Es braucht Flexibilität, und ich stelle fest, dass es diese bei Jagd Aargau gibt.» Er anerkannte den Einsatz der Jägerinnen und Jäger: «Sie haben einen sehr guten Job gemacht», lobte er. Die Versammlung, die durch die Jagdhornbläsergruppe «Freiämter Dachse» musikalisch begleitet wurde, ernannte Patrick Obrist und Martin Willi, die als Obmänner der Bezirke Laufenburg, respektive Rheinfelden, zurückgetreten sind, zu Ehrenmitgliedern. Geehrt wurden auch Guido Heggli, der als Obmann des Bezirks Bremgarten zurückgetreten ist und jetzt das Vizepräsidium von Jagd Aargau innehat, und Rolf Suter, der frühere Präsident der Vereinigung Aargauischer Jagdaufseher. (nfz)