Die Heiratsvermittlerin hat viele Herzen erobert
13.10.2026 Rheinfelden«Hello, Dolly!»: Erfolgreiche Premiere der Fricktaler Bühne
Am Samstag wurde im Kurbrunnensaal in Rheinfelden die Premiere der Fricktaler Bühne gefeiert. Mit «Hello, Dolly!» wurde für einmal keine Operette, sondern ein Musical gespielt. Das unterhaltsame Stück mit den eingängigen ...
«Hello, Dolly!»: Erfolgreiche Premiere der Fricktaler Bühne
Am Samstag wurde im Kurbrunnensaal in Rheinfelden die Premiere der Fricktaler Bühne gefeiert. Mit «Hello, Dolly!» wurde für einmal keine Operette, sondern ein Musical gespielt. Das unterhaltsame Stück mit den eingängigen Melodien kam beim Publikum gut an.
Janine Tschopp
Bereits nach den ersten paar Tönen zieht das Orchester, unter der Leitung des Dirigenten Robbert van Stejin, das Publikum in seinen Bann. Ebenso der Chor der Fricktaler Bühne, der mit seinem rassigen Gesang für einen fulminanten Start sorgt. Dann nimmt die Geschichte rund um die quirlige Heiratsvermittlerin Dolly Levi (Jeanne-Pascale Künzli) ihren Lauf.
Horace Vandergelder sucht eine Frau
Der mürrische und geizige Horace Vandergelder (Niklaus Rüegg) aus dem ländlichen Yonkers meint, dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters eine Ehefrau braucht. So wendet er sich an die Heiratsvermittlerin, die für ihn sogleich eine Verabredung mit der Hutmacherin Irene Molloy (Sarina Weber) in New York organisiert. Dort überschlagen sich die Ereignisse. Vandergelders Angestellte Cornelius Hackl (Christian Menzi) und Barnaby Tucker (Yves Ulrich) landen zufällig auch im Hutgeschäft und verlieben sich dort in die Ladenbesitzerin Irene Molloy und ihre Mitarbeiterin Minnie Fay (Andrea Suter). Im Laufe der Zeit wird der Heiratsvermittlerin bewusst, dass sie Horace Vandergelder, den sie ursprünglich verheiraten wollte, selber liebt. Nach vielen Missverständnissen und turbulenten Szenen in einem noblen Restaurant, nimmt Dolly Levi das Schicksal in die Hand …
Humorvoll, lustig, unterhaltsam
Mit viel Tempo, lustigen Pointen, eingängigen Melodien und hervorragender schauspielerischer, gesanglicher und tänzerischer Leistung begeisterten Ensemble, Chor, Tänzerinnen und Orchester das Publikum, das sich nach der Premiere mit einer Standing Ovation bedankte.
Der Abend wurde durch Stiftungsrats-Präsidenten, Walter Herzog, und die Rheinfelder Stadtpräsidentin, Claudia Rohrer, eröffnet. Was alles bewirkt werden könne, wenn Freiwillige und Profis zusammenspannten, sei phantastisch, sagte Claudia Rohrer. Nur dank viel Enthusiasmus und Engagement könne man eine solche Produktion auf die Beine stellen, betonte Walter Herzog. Er erwähnte die spezielle Herausforderung mit der Lokalsuche aufgrund der Bauarbeiten im Bahnhofsaal, wo die Fricktaler Bühne während Jahrzehnten zu Hause war. Man habe viele Standorte geprüft und schliesslich mit dem Kurbrunnensaal eine Lösung gefunden. Beim ganzen Prozess habe die Fricktaler Bühne immer viel Unterstützung von der Stadt Rheinfelden gespürt.
«Eine ganz grosse Freude, wieder in Rheinfelden zu sein»
Anette Leistenschneider hat bereits zum zweiten Mal in Folge bei der Fricktaler Bühne Regie geführt. Nach der Premiere sagte sie zur NFZ: «Ich bin mehr als absolut zufrieden. Es war für mich eine ganz grosse Freude, wieder hier in Rheinfelden zu sein und ein Stück mit all den lieben Menschen – vor, auf und hinter der Bühne – zu inszenieren.» Besonders freute sie sich auch über die Stückauswahl. «In den 1980erund 1990er-Jahren wurde ‹Hello, Dolly!› oft gespielt.» In letzter Zeit sei das klassische Musical weniger gespielt worden, entsprechend freute sich die Regisseurin sehr, «Hello, Dolly!» mit der Fricktaler Bühne zu inszenieren.
«Einfach glücklich»
«Ich bin einfach glücklich, dass es eine so schöne Premiere war», sagte eine erleichterte Jeanne-Pascale Künzli nach der Aufführung zur NFZ. Die Intendantin spielte die Rolle der Heiratsvermittlerin Dolly Levi grandios. «Ich spürte eine tolle Energie aus dem Publikum.»
Die Vorbereitungen in den viel engeren Räumlichkeiten der Kurbrunnenanlage seien nicht immer ganz einfach gewesen und erforderten von allen Beteiligten viel Improvisation. «Alle haben zusammengehalten und mitgeholfen. So war es am Schluss ein grossartiges Erlebnis», betonte Jeanne-Pascale Künzli.
Nach der erfolgreichen Premiere von Samstagabend freuen sich Ensemble, Chor, Orchester, Tänzerinnen sowie das ganze Team der Fricktaler Bühne darauf, das fröhliche Musical mit den eingängigen Melodien noch vielen Zuschauerinnen und Zuschauern zu zeigen.
Das Musical «Hello, Dolly!» wird noch bis am 27. November gespielt. Informationen und Tickets unter www.fricktalerbuehne.ch.


