Ehemaliges Restaurant Ryburg weicht einem Neubau
Wo seit bald zehn Jahren kein Wirt zuhause ist, entsteht eine Überbauung mit sechzehn Wohnungen.
Ronny Wittenwiler
Letzte Tage für das ehemalige Restaurant Ryburg. Damit endet eine Geschichte, die genaugenommen vor bald ...
Ehemaliges Restaurant Ryburg weicht einem Neubau
Wo seit bald zehn Jahren kein Wirt zuhause ist, entsteht eine Überbauung mit sechzehn Wohnungen.
Ronny Wittenwiler
Letzte Tage für das ehemalige Restaurant Ryburg. Damit endet eine Geschichte, die genaugenommen vor bald zehn Jahren bereits eine dem Zeitgeist geschuldete Wendung genommen hatte – denn seit Sommer 2017 wirtete bereits niemand mehr auf dem «Rybürgli». Anstrengungen, das Lokal mit einem Pächter weiterführen zu können, liefen mehrfach ins Leere, ehe Anfang 2023 die damalige Besitzerfamilie das Grundstück mit rund 2300 Quadratmetern Gesamtfläche an die Anec AG von Roland Häsler und Marc Staub verkaufte. Diese hatten ihre Pläne früh kommuniziert, jetzt folgt die Umsetzung.
Das soll entstehen
Vorgesehen ist eine Bebauung mit sechzehn Mietwohnungen. Hinzu kommen im Erdgeschoss Räumlichkeiten für stilles Gewerbe. Das geplante Gebäudeensemble ist ein weiteres Mosaik einer Entwicklung, die vor rund zehn Jahren eingesetzt hat – Optiker, Ärzte und weitere Dienstleister aus Gesundheitswesen und Verkauf sind mittlerweile in Möhlins unterem Dorfteil Ryburg angesiedelt, entstanden ist zusätzlicher Wohnraum. Das Investitionsvolumen für das Projekt beim ehemaligen Restaurant Ryburg beläuft sich gemäss Anec AG auf zehn bis zwölf Millionen Franken.
Zuletzt war das ehemalige Restaurant Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine. Eine solche Übergangslösung hatte die Gemeinde Möhlin mit den Investoren vertraglich vereinbart. Für die Geflüchteten konnte man im Frühjahr eine Anschlusslösung finden. Gemeindeschreiber Sylvain Steck erklärte damals gegenüber der NFZ: «Wir standen in engem Austausch mit der Bauherrschaft beziehungsweise den Eigentümern des ehemaligen Restaurants Ryburg, sodass wir den Umzug der dort zuletzt untergebrachten Schutzsuchenden aus der Ukraine planen und erfolgreich umsetzen konnten. Für die acht Personen konnten wir im Oberdorf eine neue Liegenschaft anmieten.» Das Neubauprojekt startet nun dieser Tage, wie Roland Häsler auf Anfrage bestätigt. Am Montag dieser Woche sind erste Baumaschinen aufgefahren. Grössenordnung Ende 2027 soll der Bezug der Wohnungen erfolgen.