Ungewisse Zukunft des Restaurants Feldschlösschen am Rhein
Seit vergangenem Sommer steht das Restaurant Feldschlösschen in der Rheinfelder Altstadt leer. Die Eigentümerin der Liegenschaft prüft jetzt auch einen Verkauf. Damit wären schon zwei grosse und traditionsreiche ...
Ungewisse Zukunft des Restaurants Feldschlösschen am Rhein
Seit vergangenem Sommer steht das Restaurant Feldschlösschen in der Rheinfelder Altstadt leer. Die Eigentümerin der Liegenschaft prüft jetzt auch einen Verkauf. Damit wären schon zwei grosse und traditionsreiche Gastrobetriebe in der Marktgasse auf dem Markt.
Valentin Zumsteg
An schönen Wochenenden flanieren jeweils viele Besucherinnen und Besucher durch die Rheinfelder Altstadt. Die Terrassen der Restaurants und Cafés sind dann in der Regel fast bis auf den letzten Platz besetzt. Doch an zentralster Lage, mitten in der Marktgasse, steht das Restaurant Feldschlösschen am Rhein seit vergangenem Sommer leer. Die vormaligen Pächter mussten Konkurs anmelden und den Betrieb schliessen. Das Restaurant verfügt nicht nur über eine der schönsten Rheinterrassen in Rheinfelden, sondern auch über zahlreiche Aussenplätze auf der Gasse. Aber eben, einkehren kann dort seit über neun Monaten niemand mehr.
Auch Käufer gesucht?
Eigentümerin der Liegenschaft ist die Anlagestiftung Pensimo (die NFZ berichtete). Diese sucht nach einem neuen Pächter oder einer neuen Pächterin, doch bislang erfolglos. «Wir konzentrieren uns derzeit auf die Sanierung der Liegenschaft gemäss aktuellem Baugesuch», erklärt Mike Siering. Er ist Sprecher der Pensimo Management AG, welche die An lagestiftung führt. Saniert werden unter anderem die Kunstverglasung, das Oblicht und die Rheinterrasse, gleichzeitig wird die Heizung ersetzt, wie er erklärt.
Die NFZ hat nun erfahren, dass die Pensimo nicht nur eine neue Pächterschaft sucht, sondern auch einen Käufer für die Liegenschaft. «Der Verkauf ist eine Option», bestätigt Mike Siering. «Mehr kann ich dazu zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.»
Es droht ein zweiter grosser Leerstand
Für eine belebte Altstadt braucht es nicht nur erfolgreiche Geschäfte, auch die Gastronomie spielt eine zentrale Rolle. Ende März ist bekannt geworden, dass die Schützen Immobilien AG das Hotel Schiff am Eingang zur Marktgasse verkaufen will. Der Betrieb wird im heutigen Rahmen noch bis Ende Oktober weitergeführt, danach ist unklar, wie es weitergehrt.
Mit anderen Worten: Es stehen zwei grosse und traditionsreiche Gastrobetriebe in der Rheinfelder Marktgasse vor einer ungewissen Zukunft. Langanhaltende Leerstände oder Umnutzungen an diesen zentralen Lagen wären für das ganze Städtchen negativ. Denn es macht einen schlechten Eindruck, wenn Besucherinnen und Besucher an geschlossenen Restaurants vorbei spazieren müssen – lieber würden sie einkehren.