Es war ein speziell schöner und herzlicher Schnitzelbankabend am Rosenmontag im Zeininger Blockhaus. Es schwang aber auch Wehmut mit, denn für den Bönigeischt war es sein letzter. Er verabschiedet sich von der Fasnacht und zieht sich wieder zu seinem Bönifelsen ...
Es war ein speziell schöner und herzlicher Schnitzelbankabend am Rosenmontag im Zeininger Blockhaus. Es schwang aber auch Wehmut mit, denn für den Bönigeischt war es sein letzter. Er verabschiedet sich von der Fasnacht und zieht sich wieder zu seinem Bönifelsen zurück.
Janine Tschopp
Der Bönigeischt hat seine Freunde eingeladen und alle sind sie am Montagabend ins Zeininger Blockhaus gekommen. Die Verse von den Schnitzelbänklern Blockhüsler, Wildwächsel, Rätschf liege, Boodesuuri, Moraltante, Fridolin und vom Gastgeber Bönigeischt haben gesessen und sind beim Publikum gut angekommen.
Neben internationalen Themen lag der Fokus vor allem auf lokalen Geschehnissen des vergangenen Jahres wie beispielsweise Gemeinderatswahlen, Wildtierkorridor, Kreiselkunstwerk, Seilpark, Tempo 30 … Alles wurde mit spitzer Zunge und in Reimform kommentiert. Nicht nur die Verse, sondern auch die musikalische Unterhaltung durch die Helliker Oldies und La Guggaratscha begeisterten das Publikum.
Zum letzten Mal für den Bönigeischt
Der Bönigeischt zieht sich an seinen Felsen zurück und feierte heuer seine letzte Fasnacht. Er brachte Impressionen aus den letzten Jahrzehnten mit und blickte zusammen mit seinen Brüdern Urs und Martin auf die Anfangszeiten des Schnitzelbankabends in Zeiningen zurück.
Begonnen hat alles im Restaurant Taube, als die «Hörnli-Klicke» dort 1998 zum ersten Mal Schnitzelbänke vortrug. So wurde der «Hörnli-Abend» am Rosenmontag zur Tradition in Zeiningen. 2015 ist aus der ehemaligen «Hörnli-Klicke» der «Bönigeischt» entstanden, welcher seither zusammen mit dem «Fuehrme vo der Möhlmer Höchi» und dem «Schimmelritter» an der Fricktaler Fasnacht unterwegs ist. Kennzeichnend für seine Schnitzelbänke sind nicht nur die frechen Verse, sondern auch das Musikalische. Mit seinem Banjo und der eingängigen Klarinettenmelodie vom «Fuehrme» hat er die Schnitzelbankszene in den letzten Jahren geprägt.
Und jetzt?
Mit dem «Blockhüsler» und seiner Maus gibt es neben dem «Bönigeischt» einen weiteren Zeininger Schnitzelbank, der die Region mit seinen Versen erfreut. Ob er in Zukunft am Rosenmontag in seine Stube einladen und die Tradition, welche die «Hörnli-Klicke» vor 28 Jahren ins Leben gerufen hat, fortsetzen wird, steht noch in den Sternen.