Im Einsatz für die Pflanzen und Bäume in der Stadt
Die Hitze und die Trockenheit fordern die Gärtnergruppe der Stadt Rheinfelden. Aktuell sind die Mitarbeiter den ganzen Tag am Giessen. Andere Arbeiten werden zurückgestellt.
Valentin Zumsteg
In diesem Sommer ist alles ...
Im Einsatz für die Pflanzen und Bäume in der Stadt
Die Hitze und die Trockenheit fordern die Gärtnergruppe der Stadt Rheinfelden. Aktuell sind die Mitarbeiter den ganzen Tag am Giessen. Andere Arbeiten werden zurückgestellt.
Valentin Zumsteg
In diesem Sommer ist alles anders: Normalerweise sind die Mitarbeiter der Gärtnergruppe der Stadt Rheinfelden um diese Jahreszeit am Sommerschnitt. Dabei werden Hecken und Sträucher geschnitten. Doch aktuell ist daran nicht zu denken. «Seit zweieinhalb Wochen sind wir nur am Giessen», erklärt Paul Näf. Er leitet die Gärtnergruppe, die sechs Mitarbeiter umfasst, seit 2014. So etwas wie in diesem Sommer hat er noch nie erlebt. «2003 arbeitete ich noch in Wettingen. Dort waren wir auch viel am Giessen. Aber damals waren die Temperaturen nicht so lange so hoch wie jetzt. Was wir jetzt erleben, ist aussergewöhnlich.»
150 Liter Wasser pro Baum
Die Trockenheit und die hohen Temperaturen halten die Gärtnergruppe auf Trab. Die Blumenrabatten werden ein bis zwei Mal pro Woche mit Wasser versorgt. Junge Bäume mit einem Alter von einem bis acht Jahren werden ebenfalls regelmässig einmal pro Woche gegossen. «Pro Baum braucht es idealerweise 150 Liter. Ältere Bäume giessen wir nicht. So ein Baum braucht 500 Liter am Tag», sagt Näf. Wie er weiter erklärt, hat die Zahl der Bäume in der Stadt seit 2016 um gut 230 zugenommen. Die Gärtnergruppe hat also viel zu tun.
Bis vor rund drei Wochen ist auch noch der Rasen im Stadtpark Ost bewässert worden, doch das hat man mittlerweile aufgegeben. Anders sieht es im alten Stadtpark West aus, dort wird der Rasen in der Mitte weiterhin bewässert. Die Sportplätze im Schiffacker verfügen über ein Bewässerungssystem und werden alle zwei bis drei Tage bewässert. Über ein Bewässerungssystem verfügen auch die Strassenbäume an der Riburgerstrasse, die vor ein paar Jahren im Rahmen der Strassensanierung gepflanzt worden sind. An der Hermann-Keller-Strasse werden diesen Herbst ebenfalls noch rund 25 Bäume gepflanzt, auch dort gibt es gemäss Paul Näf ein Bewässerungssystem.
«Es braucht dringend Regen»
Hin und wieder sind von Passanten kritische Voten zu hören, wenn die Stadtgärtner am Bewässern sind. «Vor allem Leute von ausserhalb machen manchmal Bemerkungen, da an vielen Orten im Fricktal Wasser gespart werden muss», schildert Paul Näf. Er weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass die Stadt Rheinfelden über genügend Wasser verfügt, da sie den grössten Teil ihres Trinkwassers aus dem Grundwasserstrom des Rheins gewinnt. «Der Grundwasserspiegel liegt trotz Trockenperiode auf einem für die Sommermonate üblichen Niveau und wird durch die erhöhte Stauhaltung beim neuen Rheinfelder Flusskraftwerk zusätzlich stabilisiert», teilte die Stadt kürzlich mit. Einschränkungen beim Wasserbezug sind deshalb aktuell nicht vorgesehen.
Mit Blick auf die nächsten Wochen meint Paul Näf: «Wir wüssten gerne, wie es mit dem Wetter weitergeht. Es braucht dringend einen Landregen, der eine Woche dauert. Doch auch das würde wohl nicht genügen, damit sich die Natur vollständig erholen kann.»
Deshalb gilt für die Gärtnergruppe der Stadt weiterhin: Es wird fleissig bewässert.