Das neue Parkhaus lässt auf sich warten
27.01.2026 RheinfeldenStadt Rheinfelden rechnet mit Kosten von über sieben Millionen Franken
Wenn im Gebiet Schiffacker neue Sportanlagen realisiert werden, muss die Stadt Rheinfelden zusätzliche Parkplätze schaffen. Ein Bauprojekt für ein Parkhaus liegt bereits vor, mit einer ...
Stadt Rheinfelden rechnet mit Kosten von über sieben Millionen Franken
Wenn im Gebiet Schiffacker neue Sportanlagen realisiert werden, muss die Stadt Rheinfelden zusätzliche Parkplätze schaffen. Ein Bauprojekt für ein Parkhaus liegt bereits vor, mit einer Realisierung ist aber frühestens 2029 zu rechnen.
Valentin Zumsteg
Der Schiffacker ist das sportliche Zentrum von Rheinfelden. Dort befinden sich Fussballplätze, eine Tennishalle, eine Finnenbahn, ein Vita-Parcours – und die beiden Dreifach-Turnhallen der Schulanlage Engerfeld sind auch nicht weit. In den kommenden Jahren sollen weitere Sportangebote hinzukommen, respektive die Fussballplätze ausgebaut werden. Mitte 2020 ist der Gestaltungsplan Schiffacker in Rechtskraft erwachsen. Dieser ermöglicht unter anderem zusätzliche Sport-, Freizeit- und Kulturnutzungen mit entsprechenden Bauten auf dem Schiffacker zwischen Autobahnausfahrt und Tennishalle.
Verkehrsknoten wird umgestaltet
Die Parkierung für diese Nutzungen hat gemäss Gestaltungsplan grundsätzlich auf der bestehenden Parkierungsanlage beim Sportplatz zu erfolgen. Wenn auf dem Areal neue Anlagen und Bauten realisiert werden, muss die bestehende Parkierungsanlage Schiffacker erweitert werden. Rheinfelden verfolgt schon seit längerem entsprechende Pläne. «Bereits im Jahre 2020 hat die Stadt ein Vorprojekt und im Jahre 2023 das Bauprojekt für ein Parkhaus am Standort der heutigen Parkierungsanlage erstellen lassen», erklärt Stadtschreiber Roger Erdin auf Anfrage der NFZ. Das Projekt sei so weit fortgeschritten, dass die öffentliche Ausschreibung des Auftrages beziehungsweise die Realisierung im Rahmen eines sogenannten Totalunternehmerauftrages erfolgen könnte.
Bevor der Einwohnergemeinde-Versammlung ein Baukredit unterbreitet wird, beabsichtigt der Stadtrat zur genauen Kostenermittlung die Totalunternehmer-Submission durchzuführen. «Gemäss aktueller Finanzplanung ist der Bau des Parkhauses ab 2029 vorgesehen, unter anderem auch, weil der Neubau des Parkhauses mit der Entwicklungsplanung auf dem Areal Schiffacker und der Umgestaltung des Verkehrsknotens Engerfeldstrasse/ Riburgerstrasse und dem Spurausbau zwischen Autobahnanschluss und Kreuzung Kohlplatz koordiniert werden soll», schildert Erdin. Hier sei unter der Federführung des Kantons und mit Mitwirkung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) die Projektierung im Gange.
Parkhaus mit 202 Plätzen
Das neue Parkhaus sieht nach aktueller Planung 202 Autoabstellplätze und 60 Veloabstellplätze im Erdgeschoss vor. Derzeit verfügt der Parkplatz Schiffacker über 120 Autoabstellplätze. Die Stadt möchte ein sogenanntes Split-Level-Parkhaus bauen. «Die Parkierung erstreckt sich über drei Ebenen respektive über sechs Halbebenen. Die obersten Parkebenen sind von Geschossdecken überdeckt. Diese sollen mit der Tragfähigkeit einer vollwertigen Parkebene konstruiert werden, sodass eine Erweiterung des Parkhauses auf die Dachflächen zu einem späteren Zeitpunkt möglich wäre», führt der Stadtschreiber weiter aus. Über einen entsprechenden Verpf lichtungskredit muss zu gegebener Zeit die Einwohnergemeinde-Versammlung entscheiden. Die Planer gingen 2022 von Investitionen in der Höhe von rund 7,3 Millionen Franken aus. Diese Kosten sind aktuell im Finanzplan in den Jahren 2029 – 2031 ausgewiesen.
Derzeit laufen die Bauarbeiten für einen Seilpark im Gebiet Schiffacker/ Wasserloch. Der Betrieb soll Anfang Juni 2026 aufgenommen werden können. Die Stadt geht davon aus, dass die bestehenden Parkplätze beim Schiffacker auch nach dem Start des neuen Freizeitangebots ausreichen werden. «Sollte der Betrieb des Seilparks bis zur Fertigstellung des geplanten neuen Parkhauses in Spitzenzeiten zu einer Überlastung des Parkplatzes Schiffacker führen, kann die Betreiberin des Seilparks weitere Parkplätze im Engerfeld, beim Werkhof oder Friedhof beanspruchen. Bei Veranstaltungen auf dem Schiffacker werden in Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei Alternativen für temporäre Parkierungsflächen gesucht», hält Roger Erdin fest.

