Damit die Jungen im Boot bleiben
09.07.2026 LaufenburgFinanzieller Zustupf an die Nachwuchsförderung
Je 500 Franken haben die Pontonier- und Wasserfahrvereine zwischen Zurzach und Basel für ihre Jugendabteilungen erhalten. Das Geld stammt aus dem noch vorhandenen Vermögen des aufgelösten Vereins für die Weiterführung der Rheinschifffahrt. Der Bezug zum Wasser und dem Rhein bleibt dem ehemaligen Vorstand ein grosses Anliegen.
Susanne Hörth
«Ein Verein legt ab – und verabschiedet sich», titelte die NFZ vor wenigen Wochen den Artikel zur Auflösung des Vereins für die Weiterführung der Rheinschifffahrt (VWR). Der letzte Akt der jahrzehntelangen Geschichte ist die Verteilung des verbleibenden Vermögens von rund 19 000 Franken. Der Hochrhein und damit auch das, was auf und neben dem Wasser passiert, war den verbleibenden Mitgliedern auch an der Auf lösungsversammlung in Laufenburg ein wichtiges Anliegen. Daher wurde beschlossen, einen Teil des Vermögens an die 13 Pontonier- und Wasserfahrvereine zwischen Zurzach und Basel zu verteilen. Für deren Nachwuchsförderung wurden je 500 Franken gutgeheissen.
Persönliche Übergabe
Vor einigen Tagen war es so weit: René Leuenberger sen., letzter amtierender VWR-Präsident, konnte in Laufenburg Delegationen der eingeladenen Vereine begrüssen. Nur die persönliche Anwesenheit zählte. Das wurde deutlich, als bei der Aufrufung der Begünstigten ein A nwesender vortrat und eine schriftliche Vollmacht eines nicht anwesenden Vereins vorlegte. «Wir haben alle Vereinsvorstände mit eingeschriebenem Brief zur Geldübergabe eingeladen», machte Leuenberger deutlich, dass ein persönliches Erscheinen hatte erwartet werden dürfen. Neun Vereinsvertreter der Pontonier- und Wasserfahrvereine waren da und konnten den schönen Betrag für ihre Jugendabteilungen entgegennehmen. «Nein, ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon einmal in dieser Form unterstützt worden sind», meinte ein Anwesender stellvertretend für die meisten Vereine.
Das restliche Vermögen wird wie folgt verteilt: 1000 Franken gehen an Historiker Linus Hüsser für die Erstellung einer zehnseitigen Dokumentation aus dem umfangreichen Vereinsarchiv. 2000 Franken gehen zudem an den Stadtrat Laufenburg mit der Bitte, Varianten zu prüfen, wie wieder ein einfaches Rundfahrboot auf dem Rhein zwischen den beiden Schwesterstädten betrieben werden könnte. Das verbleibende Vereinsvermögen wird zu gleichen Teilen dem Museum Schiff Laufenburg und dem Schifffahrtsmuseum Basel übertragen.
Nach dem Fototermin in der Badstube am Rheinufer waren alle noch zu Brot und Wurst eingeladen.

