CONEX26: Übung von Armee und Zivilschutz
11.06.2026 FricktalUnterbringung «einheimischer» Flüchtlinge
Seit dem 1. Juni und bis zum 28. Juni führt die Territorialdivision 2 die Armeeübung «CONEX26» im Raum Nordwestschweiz durch. Rund 3500 Angehörige der Armee trainieren im Rahmen ihres Wiederholungskurses ...
Unterbringung «einheimischer» Flüchtlinge
Seit dem 1. Juni und bis zum 28. Juni führt die Territorialdivision 2 die Armeeübung «CONEX26» im Raum Nordwestschweiz durch. Rund 3500 Angehörige der Armee trainieren im Rahmen ihres Wiederholungskurses unterschiedliche Einsatzszenarien bei erhöhter Bedrohungslage. Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Partnern im Verteidigungsfall zu stärken und die Koordination sicherzustellen.
Training der Mobilisierungsfähigkeit
Ein zentraler Schwerpunkt von «Conex 26» liegt auf der Mobilisierung der Truppen. Die Ter Div 2 testet, wie sie innert kurzer Zeit grössere Verbände ausrüsten und einsatzbereit machen kann. Das Mobilisierungsszenario sieht eine erhöhte Bedrohungslage vor. Nach der Mobilisierungsphase trainieren die Verbände in drei Arenen mit verschiedenen Schwerpunkten: Rheinhäfen (Raum Auhafen, Muttenz): Schutz und Betrieb kritischer Infrastrukturen sowie Rettung; Juraübergänge (entlang der Aare im Raum Brugg bis Wangen a. A.): Sicherung von Verkehrsachsen und Beweglichkeit im Gelände; sowie der Grenzraum (Grossraum Basellandschaft – Solothurn): Überwachung und Raumsicherung.
Die Übungsleitung liegt bei Divisionär Alexander Kohli, Kommandant der Territorialdivision 2. Während der Übung «CONEX26» trainiert der Aargauer Bevölkerungsschutz unter der Führung des Leiters der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz (AMB) die Übernahme, Betreuung und Unterbringung von Binnenflüchtlingen.
80 Freiwillige ab Montag im Einsatz
Dazu bringen die Zivilschutzregionen Aargau Ost, Zofingen Region und Unteres Fricktal sowie das Kantonale Katastropheneinsatzelement vom 15. bis 17. Juni über 80 Figurantinnen und Figuranten in zwei Gruppen für je eine Nacht in einer Zivilschutzunterkunft unter. Die AMB führt zeitgleich im Bereich Bevölkerungsschutz die Übung «CO-NEX Protezione» durch. Die Zivilschutzorganisationen Aargau Ost, Zofingen Region und Unteres Fricktal sowie das Kantonale Katastropheneinsatzelement (KKE) üben die Abläufe und Kommunikation im Bereich Bevölkerungsschutz zusammen mit Teilen des Kantonalen Führungsstabs (KFS) und der Armee.
Der Fokus der Übung liegt bei der Übernahme, Betreuung und Unterbringung von inländischen Flüchtenden nach einem Ereignis. Um möglichst realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, hat die AMB Figurantinnen und Figuranten gesucht, die bereit sind, eine Nacht in einer Zivilschutzunterkunft zu verbringen. Über 80 Personen haben sich gemeldet. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Übung. Für ihren Einsatz zugunsten des Aargauer Bevölkerungsschutzes spricht ihnen Oberst Martin Hitz, Leiter AMB, seinen Dank aus. Das Programm für die Freiwilligen umfasst unter anderem den Transport von Aarau in die Aufnahmestelle, die Verpflegung, eine Übernachtung in einer Zivilschutzanlage und den Rücktransport nach Aarau. (nfz)
