Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» beschäftigte sich an der letzten Zusammenkunft mit dem Thema der Care-Arbeit. Die vor allem von Frauen geleistete Betreuungsarbeit soll mehr Sichtbarkeit und mehr Anerkennung erhalten, darin waren sich ...
Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» beschäftigte sich an der letzten Zusammenkunft mit dem Thema der Care-Arbeit. Die vor allem von Frauen geleistete Betreuungsarbeit soll mehr Sichtbarkeit und mehr Anerkennung erhalten, darin waren sich alle Vertreterinnen der anwesenden Organisationen einig. Die Betreuungsarbeit liege im toten Winkel der Ökonomie. Zwei Drittel der geleisteten Arbeit erscheinen nicht in den Statistiken der wirtschaftlichen Leistungen. Personen die unbezahlte Care-Arbeit leisten, können nicht in die Altersvorsorge einzahlen und sind so häufig von Altersarmut betroffen. Die Care-Arbeit brauche Sichtbarkeit und Wertschätzung. Die bekannten ökonomischen Modelle müssten neu gedacht werden. Alle erbrachten Arbeiten sind Arbeiten, insbesondere auch die vor allem von Frauen erbrachte Sorgearbeit. Care-Arbeit wird am 13. Juni in der Aarauer Markthalle zum Thema gemacht, auch am Brugger Stadtfest im August und am Feministischen Streik 2027 sollen diese gesellschaftlich wichtigen Dienstleistungen ins Bewusstsein geholt werden, heisst es weiter in der Mitteilung. (mgt/nfz)