Möhlin: die Abteilung Bau und Umwelt auf Tuchfühlung
Hier die Planer und Architekten, da die Behörde. «So ein Zusammenspiel kannst du nur über den Dialog fördern», befand Gemeinderat Loris Gerometta – und hat die ...
Möhlin: die Abteilung Bau und Umwelt auf Tuchfühlung
Hier die Planer und Architekten, da die Behörde. «So ein Zusammenspiel kannst du nur über den Dialog fördern», befand Gemeinderat Loris Gerometta – und hat die Parteien einander nähergebracht.
Ronny Wittenwiler
Die Abteilung Bau und Umwelt der Gemeinde Möhlin befindet sich in einem grösseren personellen Umbruch, der erstens altersbedingt und zweitens noch nicht gänzlich abgeschlossen ist. Gemeinderat Loris Gerometta (Raumplanung, Hoch- und Tiefbau) nutzte diesen Umstand für eine auf den ersten Blick eher unkonventionelle Massnahme. Und so trafen sich am Dienstagabend die (teils neuen) Sektionenleiter der Abteilung Bau und Umwelt mit hiesigen Planern und Architekten zum ungezwungenen Austausch. Angeschnitten wurden unter anderem die an der letzten Gemeindeversammlung im Sommer traktandierten Änderungen aus der Teilrevision Bau- und Nutzungsordnung oder der optimierte Webauftritt zum Thema «Planen und Bauen in Möhlin»; auch erläuterten die verschiedenen Ansprechpartner der Abteilung die Rolle der im 2013 einberufenen Fachkommission Kernzone, welche nun in der Bau- und Nutzungsordnung verankert wird.
Ziel der Veranstaltung: einen aktiven, nachhaltigen Austausch herbeiführen, vielleicht auch mal mit einem direkten Gespräch oder einem Telefonat, statt mit oft langfädigem E-Mail-Verkehr. «Das würde wahnsinnig viel helfen», sagt Gerometta. «Die Fachplaner sollen ein Gesicht zu den Namen auf der Abteilung Bau und Umwelt bekommen.» Auch Roger Winter, seit Frühjahr 2021 Leiter der Abteilung Bau und Umwelt, lud die «Klientel» auf der anderen Seite dazu ein, bei Fragen und Problemen möglichst das direkte Gespräch zu suchen. «Wir nehmen uns diese Zeit.»
Keine Verbotspolitik
Hier die Planer und Architekten, da die Behörde. War das also eine Charme-Offensive der anderen Art? Auf jeden Fall gibt es für Gerometta gute Gründe, dieses gegenseitige Kennenlernen einem Blind Date vorzuziehen. «Am Schluss müssen wir zusammenarbeiten.» Genau wie Roger Winter macht auch Gemeinderat Gerometta keine Heilsversprechen. Die Leute auf der Abteilung Bau und Umwelt stünden schliesslich im Spannungsfeld zwischen den kantonalen Vorgaben und dem, was der Bauherr oder der Planer umsetzen wolle. Doch er sagt auch: «So ein Zusammenspiel kannst du nur über den Dialog fördern. Ich setze mich dafür ein, dass wir in Möhlin qualitatives Bauen realisieren können. Unser Ziel ist nicht ein Nein, unser Ziel ist, jeweils eine Lösung zu finden.»
Wäre die Veranstaltung vom Dienstagabend ein Baugesuch: dann eines für eine Brücke.