Bad Säckingen als Eigentümerin der historischen Holzbrücke zwischen der deutschen Stadt und dem schweizerischen Stein lässt den Zustand des historischen Bauwerks weiter untersuchen. Die Ergebnisse der Gesamtprüfung werden voraussichtlich im dritten Quartal 2027 erwartet.
Susanne ...
Bad Säckingen als Eigentümerin der historischen Holzbrücke zwischen der deutschen Stadt und dem schweizerischen Stein lässt den Zustand des historischen Bauwerks weiter untersuchen. Die Ergebnisse der Gesamtprüfung werden voraussichtlich im dritten Quartal 2027 erwartet.
Susanne Hörth
Bereits seit Monaten ist auf der gedeckten Holzbrücke von Bad Säckingen her die Fahrbahn des ersten Brückenfeldes halbseitig gesperrt. Bei einer routinemässigen Prüfung waren Schäden festgestellt worden, die Auswirkungen auf die Tragfähigkeit haben. Zur Sicherung und Stabilisierung des Bauwerks wurde deshalb bereits eine Notsicherungsmassnahme umgesetzt (die NFZ berichtete).
«Die derzeit bestehende teilweise Sperrung der Holzbrücke muss auf Grundlage der Vorgaben des Prüfingenieurs bis auf Weiteres aufrechterhalten werden. Dadurch wird die Nutzlast im ersten Brückenfeld reduziert und das Bauwerk bis zur abschliessenden Bewertung sowie der Festlegung weiterer Massnahmen entlastet», teilt die Stadtverwaltung Bad Säckingen aktuell mit. In diesen Tagen werde die Bauwerksprüfung fortgesetzt. Unabhängig davon würden die im ersten Brückenfeld festgestellten Schäden weiter untersucht. In Abstimmung mit der Denkmalpflege in Freiburg (D) erarbeitet Bad Säckingen derzeit mögliche Sanierungskonzepte. Ziel sei es, geeignete Massnahmen zu entwickeln, die sowohl den baulichen Anforderungen als auch den besonderen denkmalpflegerischen Belangen der historischen Holzbrücke Rechnung tragen.
Weitere Untersuchungen
Die historische Holzbrücke verbindet das schweizerische Stein über den Rhein mit dem deutschen Bad Säckingen und gehört der Stadt Bad Säckingen. Mit der Prüfung des Oberbaus der Brückenfelder 2 bis 7 werde nun ein wichtiger Schritt unternommen, um den baulichen Zustand der Brücke eingehend zu untersuchen, hält die Stadt weiter fest. Damit könne eine fundierte Grundlage für die Bewertung des weiteren Handlungsbedarfs geschaffen werden. Die Untersuchung umfasse die systematische Begutachtung der zugänglichen Bauteile und diene dazu, den Zustand der Brückenkonstruktion detailliert zu erfassen und mögliche Schäden zu dokumentieren.
Die Untersuchung der Brückenunterseite hängt laut Stadt unter anderem von den Wasserständen des Rheins und den damit verbundenen Möglichkeiten ab. Deshalb sei eine Durchführung dieses Bereichs erst im nächsten Jahr vorgesehen. Die gesamte Bauwerksprüfung soll im dritten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Ergebnisse vorliegen und eine umfassende Bewertung des baulichen Zustands der Holzbrücke ermöglichen. Auf dieser Grundlage könnten die erforderlichen weiteren Massnahmen beurteilt und die nächsten Schritte festgelegt werden.
Die Stadt will über wesentliche Erkenntnisse und das weitere Vorgehen informieren, sobald belastbare Ergebnisse aus der Gesamtprüfung vorliegen. Auch die Gemeinde Stein wird über den laufenden Prozess der Bauwerksprüfung orientiert, bestätigt Gemeindeschreiber Sascha Roth auf entsprechende Anfrage. «Anfang Oktober 2026 wurden Gemeindeammann Beat Käser und ich zuletzt in einem persönlichen Gespräch orientiert.» Zwar gehöre die Holzbrücke der Stadt Bad Säckingen, der Erhalt dieses historischen Bauwerks liege aber auch der Schweizer Seite des Rheins sehr am Herzen.