Simone Rufli
In Hornussen kommt ab dem 27. April beim Bauprojekt «Änderung Schulstrasse» eine Lichtsignalanlage zum Einsatz, war am Donnerstag in den Mitteilungen der Gemeinde Böztal zu lesen. Was auch zu erfahren war: die Wartezeit vor dem Rotlicht wird maximal 12 ...
Simone Rufli
In Hornussen kommt ab dem 27. April beim Bauprojekt «Änderung Schulstrasse» eine Lichtsignalanlage zum Einsatz, war am Donnerstag in den Mitteilungen der Gemeinde Böztal zu lesen. Was auch zu erfahren war: die Wartezeit vor dem Rotlicht wird maximal 12 Minuten betragen.
Es wird in diesem Fall mit den Anwohnern nur eine begrenzte Menge Leute betreffen, aber stellen Sie sich die Situation ruhig einmal vor: Zwölf Minuten an einer roten Ampel. Sitzen und warten – zwischen Alltagspflichten und Stillstand, zwischen Zumutung und Geschenk.
Zwölf Minuten, die viel über uns verraten werden. Es sind doch genau diese Momente, die schonungslos aufdecken, wie schlecht wir darin sind, untätig zu sein. Anstatt die Pause zu geniessen, zücken wir instinktiv das Handy – obwohl wir genau wissen, dass es verboten ist (so ist das nämlich, selbst wenn das Auto stillsteht; Anm. des Ressorts Strassenverkehrsrecht der Redaktion). Also bleibt streng genommen nur das, was erlaubt ist: ein bisschen Ordnung schaffen, den Sitz zurechtrücken, die Gedanken sortieren. Eventuell tief durchatmen, damit sich der Ärger über die verlorene Zeit in Grenzen hält.
Wer in den zweifelhaften Genuss der Wartezeit in Hornussen kommt, soll doch bitte darauf achten, wie sich das Zeitempfinden bis zum Ende der 2 ½ Monate Bauzeit verändert.