Simone Rufli
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich kürzlich gehört habe, der Flughafen Zürich müsse gelegentlich seine Pisten-Nummern anpassen, der EuroAirport Basel-Mulhouse habe das bereits getan. Der Grund: Der magnetische Nordpol, an dem sich die Nummerierung ...
Simone Rufli
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich kürzlich gehört habe, der Flughafen Zürich müsse gelegentlich seine Pisten-Nummern anpassen, der EuroAirport Basel-Mulhouse habe das bereits getan. Der Grund: Der magnetische Nordpol, an dem sich die Nummerierung und letztlich die Piloten orientieren, bewegt sich vom Norden Kanadas Richtung Sibirien. Mit der Folge, dass Flughäfen in Nordamerika und Europa ihre Pisten neu nummerieren müssen, damit auch in Zukunft weltweit jederzeit klar ist, wer von wo aus starten und wo wieder landen darf. Auch der Flugplatz Schupfart wird nicht um eine Anpassung herumkommen.
Dass sich die Welt bewegt, wissen wir im Fricktal auch so. Die A3 verschiebt sich gefühlt jedes Jahr ein bisschen weiter in Richtung Stau. Bäche verändern ihren Lauf, Gemeinden fusionieren, Grenzen werden bereinigt.
Jetzt ist mir auch klar, warum Ittenthal per 1. Januar die Nummerierung der Liegenschaften neu angeordnet hat. Dort wurde gerade der physikalischen Polverschiebung mit der Zuteilung von neuen Hausnummern Rechnung getragen.
Wobei, ob beim EuroAirport oder in Ittenthal, vorschnelles Handeln könnte sich rächen. Auf der Erde kommt es nämlich im Schnitt alle 500 000 Jahre zu einer kompletten Polumkehrung, wobei der magnetische Nord- und Südpol ihre Positionen tauschen. Die letzte derartige Tauschaktion liegt 780 000 Jahre zurück – wir sind also längst überfällig. Vielleicht sollte man mit der neuen Beschriftung von Start- und Landebahnen also noch etwas zuwarten und die Hausnummern in Ittenthal erst mal provisorisch montieren.