Simone Rufli
Letzte Woche habe ich Sie richtig gefordert.
Ich denke, ich bin Ihnen heute eine Phase der Erholung schuldig.
Lassen Sie sich Zeit – noch haben Sie Zeit, die Stunde verlieren sie erst in der Nacht auf Sonntag. Lesen Sie ganz gemütlich, ich habe Ihnen ...
Simone Rufli
Letzte Woche habe ich Sie richtig gefordert.
Ich denke, ich bin Ihnen heute eine Phase der Erholung schuldig.
Lassen Sie sich Zeit – noch haben Sie Zeit, die Stunde verlieren sie erst in der Nacht auf Sonntag. Lesen Sie ganz gemütlich, ich habe Ihnen extra ein paar Verschnaufpausen eingebaut.
Die deut sche Spra che ist ein faszi nie ren des Kon struk t, das durch sei ne Kom plex ität und gleich zeit ig bril lian ten Aus druck be geis tert. Sie er mög licht Fein heit en, die in manch an derem Sprach raum kaum er reich bar sind, und schafft Nu an cen, die selbst kleins te Ge dan ken prä zise for mu lie ren kön nen. Trotz oder ge rade we gen ih rer Viel schich tig keit lädt sie dazu ein, sich tief in ihre Struk tur en hin ein zu den ken und die Schön heit ih rer Wort bil dun gen zu ent deck en.
Wenn s ich Wör ter Schmet ter lin gen gl eich mal auf ein Sub stan tiv nie der las sen, mal auf ei ner Prä po si tion lan den und dort so lan ge ver wei len, bis sie sich ent schei den, doch lie ber ein Ad jek tiv zu wer den, weil es sich bes ser an fühlt – au ch da nn hab en wir es mit der deut schen Spra che zu tun.
Zu viele Trennungen? Ich dachte die Buchstaben sind noch nah genug, um sie als das zu erkennen, was sie sein sollen und fern genug, um jeder für sich ein bisschen allein dem Wochenende zu zu treiben.